Konvergenz und funktionentheoretischer Charakter gewisser limitärperiodischer Kettenbrüche. (Q1486091)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Konvergenz und funktionentheoretischer Charakter gewisser limitärperiodischer Kettenbrüche. |
scientific article; zbMATH DE number 2633254
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Konvergenz und funktionentheoretischer Charakter gewisser limitärperiodischer Kettenbrüche. |
scientific article; zbMATH DE number 2633254 |
Statements
Konvergenz und funktionentheoretischer Charakter gewisser limitärperiodischer Kettenbrüche. (English)
0 references
1910
0 references
Es handelt sich um Kettenbrüche der Form \(\frac{a_1}{1}+\frac{a_2x\mid}{\mid 1} +\cdots +\frac{a_{\nu}x\mid}{\mid 1}+\cdots\) oder kürzer geschrieben \(\left[ \frac{a_1}{1},\,\frac{a_{\nu}x}{1}\right]^{\infty}_2\), für die ein endlicher Grenzwert \(a=\lim_{\nu=\infty} a_{\nu}\) vorhanden ist. Die \textit{Gauß}schen und \textit{Heine}schen Kettenbrüche für den Quotienten zweier hypergeometrischen und verallgemeinerten hypergeometrischen Reihen fallen darunter. Nach einigen kritischen Bemerkungen über frühere Behandlungen dieses Gegenstandes gibt der Verf. eine einfachere und verbesserte Theorie jener Kettenbruchfunktionen. Er sieht zunächst von der Bedingung \(lim_{\nu =\infty} a_{\nu} = a\) ab und beweist, daß jede um den Nullpunkt reguläre Funktion sich auf \textit{eine} Weise in einen Kettenbruch der obigen Art entwickeln lasse. Umgekehrt stellt der Kettenbruch \(\left[ \frac{a_1}{1},\,\frac{a_{\nu}x}{1}\right]^{\infty}_{2}\) sicher eine in einem Gebiete \(T\) reguläre analytische Funktion dar, wenn er in \(T\) gleichmäß ig konvergiert; enthält \(T\) den Nullpunkt, ist aber nur der ``Restkettenbruch'' \(\left[\frac{a_{\nu}x}{1}\right]^{\infty}_{m+1}\) in \(T\) gleichmäßig konvergent, so stellt \(\left[ \frac{a_1}{1},\frac{a_{\nu}x}{1}\right]^{\infty}_{2}\) eine in \(T\) bis auf Pole reguläre Funktion dar. Haben die Zahlen \(a_{\nu}\) den endlichen oberen Limes \(b>0\), so erfüllt der Kreis \(| x|=\frac{1}{4b}\) die Bedingungen des soeben erwähnten Gebietes \(T\). Ist aber \(\lim_{\nu=\infty} a_{\nu}=0\), so stellt der Kettenbruch eine eindeutige und im Endlichen bis auf Pole reguläre Funktion dar; dies trifft z. B. für den Quotienten zweier \textit{Heine}schen Reihen \(\varphi (\alpha,\beta,\gamma,q,x)\) mit \(| q|<1\) zu; es stellt sich heraus, daß sogar diese \textit{Heine}schen Funktionen selbst, nicht nur ihre Quotienten, im Endlichen bis auf Pole regulär sind. Ist aber \(\lim_{\nu=\infty}a_{\nu}=a\), wo \(| a|>0\), so stellt der Kettenbruch \(\left[\frac{a_1}{1},\,\frac{a_{nu}x}{1}\right]^{\infty}_{2}\) eine innerhalb des folgenden Bereiches \(T\) bis auf etwaige Pole reguläre analytische Funktion dar: \(T\) entsteht, wenn man in der Ebene einen geradlinigen Schnitt vom Punkte \(-\frac{1}{4a}\) in der Richtung des Strahls \(\left(0,-\frac{1}{4a}\right)\) nach dem Unendlichen führt. Nebenbei ergibt sich dem Verf. in schärferer und vollständigerer Fassung der Beweis eines von andern viel benutzten \textit{Poincaré}schen Satzes. Ist \(D_{\nu+1}(x)-D_{\nu}(x)-a_{\nu+1}xD_{\nu-1}(x)=0\), \(\lim_{\nu =\infty}a_{\nu}=a\neq 0\), so hat man für alle \(x\) mit Ausnahme derjenigen, für die \(ax\) reell negativ \(\leqq -\frac{1}{4}\) ist: \[ \lim_{n=\infty}\,\frac{D_{n+1}(x)}{D_n(x)}=z, \] wo \(z\) die dem absoluten Betrage nach größere Wurzel der Gleichung \(y^2-y -ax=0\) ist, allenfalls abgesehen von einer Menge isolierter Stellen \(x'\), für welche \[ \lim_{n=\infty}\,\frac{D_{n+1}(x')}{D_n(x')}=z'=1-z \] wird.
0 references