On semi-analytic functions of two variables. (Q1486563)
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scientific article; zbMATH DE number 2633843
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | On semi-analytic functions of two variables. |
scientific article; zbMATH DE number 2633843 |
Statements
On semi-analytic functions of two variables. (English)
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1910
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Bei Funktionen von zwei unabhängigen Veränderlichen pflegt man entweder anzunehmen, daß sie in beiden Veränderlichen analytisch sind, oder beide Veränderliche auf reelle Werte zu beschränken und der Funktion gewisse Bedingungen der Stetigkeit und Differenzierbarkeit aufzuerlegen. Wie neuere Untersuchungen über lineare Differentialgleichungen und Integralgleichungen zeigen, ist jedoch auch der Zwischenfall von Bedeutung, daß die Funktion \(f (x, y)\) in beiden Veränderlichen \(x\) und \(y\) als stetig, aber nur in einer von ihnen, etwa \(y\), als analytisch vorausgesetzt wird. Für solche semi-analytischen Funktionen beweist \textit{Bôcher} folgende Sätze. Die reelle Veränderliche \(x\) sei auf ein zusammenhängendes Intervall \(X\) der \(x\)-Achse beschränkt, die komplexe Veränderliche \(y\) auf ein einfach zusammenhängendes, zweidimensionales Gebiet \(Y\) der \(y\)-Ebene; das so entstehende Gesamtgebiet der Wertepaare \(x, y\) werde mit \(D\) bezeichnet. Die partielle Ableitung von \(f (x, y)\) nach \(y\) ist in \(D\) ebenfalls stetig in bezug auf \(x\) und \(y\) und analytisch in bezug auf \(y\). Das Integral von \(f (x, y)\) nach \(y\) besitzt in \(D\) dieselben Eigenschaften, vorausgesetzt, daß der Anfangspunkt der Integration in \(Y\) liegt. Existiert die partielle Ableitung von \(f (x, y)\) nach \(x\) und ist sie in \(D\) stetig, so ist sie für \(D\) auch in \(y\) analytisch. Dasselbe gilt für das Integral von \(f (x, y)\) nach \(x\), vorausgesetzt, daß der Anfangspunkt der Integration in \(X\) liegt. Wird \(f (x,y)\) für die Umgebung eines Punktes \(y_0\) von \(Y\) nach dem \textit{Taylor}schen Satze entwickelt, so sind die Koeffizienten in \(X\) stetige Funktionen von \(x\). Bedeutet ferner \(X'\) ein zusammenhängendes Teilintervall von \(X\) und \(Y'\) einen Kreis um den Punkt \(y_0\), der ganz in \(Y\) liegt, so ist die \textit{Taylor}sche Entwicklung in dem aus \(X'\) und \(Y'\) bestehenden Gebiete \(D'\) gleichmäßig konvergent. Besitzt überdies \(f (x, y)\) eine stetige partielle Ableitung nach \(x\), so sind auch die Koeffizienten der \textit{Taylor}schen Entwicklung stetig differenzierbar nach \(x\), und wenn diese Entwicklung gliedweise nach \(x\) differenziert wird, so ergibt sich die \textit{Taylor}sche Entwicklung der partiellen Ableitung von \(f (x, y)\) nach \(x\) für die Umgebung des Punktes \(y_0\). Bezeichnet \(Y\) eine Kreisfläche, die um den Punkt \(y_0\) mit dem Halbmesser \(R\) beschrieben ist, aind ferner die Funktionen \(f_0 (x), f_1 (x), f_2 (x),\dots\) in \(X\) stetig, und gibt es eine Konstante \(M\), so daß für das Intervall \(X\) die Ungleichheiten gelten: \[ | f_n(x)| R^n<M \quad (n=0,1,2,\dots ), \] so wird durch die Reihe \[ f_0(x)+f_1(x)(y-y_0)+f_2(x)(y-y_0)^2+\cdots \] innerhalb des Gebietes \(D\) eine Funktion von \(x\) und \(y\) dargestellt, die in \(x\) und \(y\) stetig und in \(y\) analytisch ist.
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