The solution of the equation in two real variables at a point where both the partial derivatives vanish. (Q1486564)
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scientific article; zbMATH DE number 2633844
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | The solution of the equation in two real variables at a point where both the partial derivatives vanish. |
scientific article; zbMATH DE number 2633844 |
Statements
The solution of the equation in two real variables at a point where both the partial derivatives vanish. (English)
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1910
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``Es sei \(F(x, y)\) eine reelle Funktion der reellen Variabeln \(x, y\), die in dem Punkte \((x_0, y_0)\) und in seiner Umgebung stetig ist und in diesem Punkte verschwindet, aber in dem Punkte die eine partielle erste Ableitung nicht gleich Null hat. Es gibt eine Anzahl wohlbekannter Sätze über die Existenz anderer Werte von \(x\) und \(y\), die der Gleichung (1) \(F(x, y) = 0\) genügen, und über die Eigenschaften von \(y\) als einer Funktion von \(x\) oder von \(x\) als einer Funktion von \(y\) nach dieser Definition. Der Fall jedoch, bei welchem die beiden ersten partiellen Ableitungen von \(F(x, y)\) in \(x_0,y_0\) verschwinden, scheint sehr wenig beachtet worden zu sein, obgleich analoge Sätze für diesen Fall stillschweigend in den meisten Behandlungen der Singularitäten ebener Kurven gebraucht werden. Bei diesem Gegenstande wird nämlich häufig angenommen, daß \(F(x, y)\) in dem fraglichen Punkte analytisch ist. Allein selbst wo viel weniger als dieses verlangt wird, kommt es vor, daß mehr gefordert wird, als überhaupt nötig ist, daß die exakten Bedingungen nicht festgestellt werden, und daß Existenzbeweise fortgelassen werden. Der Gegenstand der gegenwärtigen Abhandlung ist die Ermittlung der möglichen Fälle, die daraus entstehen, daß die beiden ersten partiellen Ableitungen verschwinden, und die Aufstellung von Sätzen, die dem \textit{Dini}schen Theorem in diesen Fällen analog sind. Kein Versuch ist gemacht worden, die hinreichenden Bedingungen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren; aber in den meisten Fällen scheint es unwahrscheinlich, daß irgendeine einfache Aufstellung von sachlich weniger einschränkenden Bedingungen gemacht werden könnte. Die allgemeine Feststellung bezüglich der Forderungen der Stetigkeit kann gemacht werden, daß es eine Ordnung partieller Ableitungen von \(F(x, y)\) geben muß, die in \((x_0, y_0)\) und in seiner Umgebung stetig sind und in diesem Punkte überhaupt nicht verschwinden, und daß Ableitungen irgendwelcher höherer Ordnungen in \((x_0, y_0)\) und in seiner Umgebung stetig sein müssen, deren Werte in \((x_0, y_0)\) erforderlich sind, um den Charakter der Lösung oder den Wert einer Ableitung von \(y\) in bezug auf \(x\) zu bestimmen, deren Existenz behauptet wird; d. h. wir können die formalen Differentiationen vollziehen, um irgendwelche gewünschten Tatsachen sicherzustellen und wissen, daß sie gerechtfertigt sind, wenn alle partiellen Ableitungen von \(F(x, y)\), die wir benutzen, in \((x_0, y_0)\) und seiner Umgebung stetig sind.''
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