The strain of a non-gravitating sphere of variable density. (Q1487696)
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scientific article; zbMATH DE number 2635334
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | The strain of a non-gravitating sphere of variable density. |
scientific article; zbMATH DE number 2635334 |
Statements
The strain of a non-gravitating sphere of variable density. (English)
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1910
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Das physikalische Problem der Nachgiebigkeit der Erde gegen störende Kräfte hat noch keine befriedigende Lösung gefunden; denn in den Arbeiten von Lord \textit{Kelvin} und \textit{Lamé} sind unzutreffende Voraussetzungen eingeführt, einesteils in der Annahme homogener Dichte und homogener elastischer Eigenschaften, andernteils durch Vernachlässigung der Gravitationswirkung. Beide Voraussetzungen zu vermeiden, ist ein Problem von sehr großer Schwierigkeit; \textit{Hoskins} sucht darum der befriedigenden Lösung in zwei Schritten näherzukommen: In einer früheren Arbeit (Referat vorstehend (JFM 41.0892.03)) wurde, die Gravitation mit in Betracht gezogen, aber Gleichförmigkeit der Dichte und der elastischen Eigenschaften angenommen, in der vorliegenden Arbeit wird umgekehrt die Gravitation vernachlässigt, während die Dichte eine Funktion des Abstands vom Mittelpunkt ist. Die äußeren Kräfte müssen dabei ein nach Kugelflächenfunktionen (spherical surface harmonics) entwickelbares Potential haben. Die Grenzbedingungen liefert das Verschwinden der Schubspannungen an der Oberfläche der Kugel. Durch Entwicklung nach Kugelflächenfunktionen lassen sich die partiellen Differentialgleichungen ohne weiteres auf zwei totale Differentialgleichungen zweiter Ordnung mit zwei unbekannten Funktionen des Radius allein reduzieren. Diese werden durch Einführung geeigneter Variablen durch zwei mal zwei totale Differentialgleichungen erster Ordnung ersetzt, deren Lösung leicht gewonnen werden kann. Die 12 darin auftretenden Konstanten müssen 8 Gleichungen befriedigen, so daß 4 zur Befriedigung der Grenzbedingungen übrig bleiben. Diskutiert wird der spezielle Fall, daß die störende Kraft die Zentrifugalkraft ist. In der durch die vorhergegangene allgemeine Rechnung gegebenen Weise werden die elastischen Verschiebungen bestimmt und unter Annahme des \textit{Laplace}schen Dichtegesetzes berechnet. Der Vergleich mit den Resultaten der Rechnung mit gleichförmiger Dichte zeigt, daß bei Berücksichtigung der variablen Dichte die Elliptizität einer ursprünglich kugelförmigen Fläche und die Winkelverschiebung eines Radiusvektors an der Kugeloberfläche um \(11\%\), bzw. um \(22\%\) kleiner herauskommen, während im Mittelpunkt wenig Unterschied ist. In einem kurzen Endparagraphen wird noch auf die Schwierigkeiten und die Möglichkeiten der Lösung des weiter gefaßten Problems hingewiesen.
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