Über ein allgemeines Uniformisierungsprinzip. (Q1489501)
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scientific article; zbMATH DE number 2637576
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | Über ein allgemeines Uniformisierungsprinzip. |
scientific article; zbMATH DE number 2637576 |
Statements
Über ein allgemeines Uniformisierungsprinzip. (English)
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1909
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Das Problem der Uniformisierung einer algebraischen oder einer beliebigen analytischen Kurve, d. i. das Problem der Bestimmung solcher Hülfsveränderlichen, durch deren Einführung als unabhängige Variabeln die Koordinaten der Punkte der betreffenden Kurve eindeutige analytische Funktionen werden, ist in organischer Weise mit der Theorie der automorphen Funktionen verknüpft und bezeichnet recht eigentlich den Kernpunkt dieser Theorie. In Verfolgung dieser Problemstellung ist der Verf. zu dem \textit{allgemeinen Abbildungsprinzip} gelangt: Ist \(B\) irgend eine nach Art einer \textit{Riemann}schen Fläche über der Ebene ausgebreitete Fläche, welche endlich oder unendlich-vielblättrig, von endlichem oder unendlich hohem Zusammenhange sein kann, und welche sich im Sinne der Analysis situs wie ein einblättriger Bereich verhält, d. h. welche keinen sie nicht zerstückenden Rückkehrschnitt zuläßt, so ist es möglich, die Fläche \(B\) umkehrbar eindeutig und konform auf einen die Ebene nirgends mehrfach bedeckenden Bereich abzubilden. Die Abbildungsbeziehung erstreckt sich dabei, allgemein zu reden, nur auf die inneren Punkte. Auf dieses allgemeine Abbildungsprinzip gründet sich ein \textit{allgemeines Uniformisierungsprinzip}: Jede im Sinne der Analysis situs mögliche Uniformisierung einer beliebigen analytischen Funktion kann auch funktionentheoretisch verwirklicht werden. Hinzu kommt schließlich noch ein \textit{allgemeines Kreisnormierungsprinzip}: Jeder die Ebene nirgends mehrfach bedeckende endlichoder unendlich-vielfach zusammenhängende Bereich läßt sich auf eine und, abgesehen von einer linearen Substitution, nur auf eine Weise konform und umkehrbar eindeutig auf einen Kreisbereich abbilden. Insbesondere können zwei Kreisbereiche aufeinander, bzw. ein Kreisbereich auf sich selbst nur durch lineare Substitutionen bezogen werden. Der Beweis des letzteren Prinzips ist dem Verf. bei \textit{endlichem} Zusammenhang vollständig, bei \textit{unendlich} hohem Zusammenhang jedoch noch nicht allgemein gelungen, sondern nur dann, wenn der gegebene \textit{unendlich}-vielfach zusammenhängende Bereich in bezug auf die Achse des Reellen zu sich selbst symmetrisch ist, und wenn jede Begrenzungslinie die Achse des Reellen schneidet.
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