On focal lines of congruencies of rays. (Q1490215)
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scientific article; zbMATH DE number 2638540
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | On focal lines of congruencies of rays. |
scientific article; zbMATH DE number 2638540 |
Statements
On focal lines of congruencies of rays. (English)
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1909
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Bei einer kürzlich stattgefundenen Sitzung der Oxforder mathematischen Gesellschaft lenkte \textit{Campbell} die Aufmerksamkeit auf die Tatsache, daß selbst die neuesten und besten Lehrbücher über geometrische Optik voreilig eine unrichtige Annahme bei der Aussage machen, daß die eigentlichen Fokallinien einer Strahlenkongruenz, welche die letzte Fortsetzung eines dünnen, ursprünglich von einem Punkte ausgehenden Strahlenbündels nach einer Folge von Brechungen oder Spiegelungen an nicht singulären Oberflächen ist, notwendig zu der Achse der Kongruenz rechtwinklig sind. Er ging sogar so weit, daß er Zweifel äußerte, ob es im allgemeinen möglich sei, irgendeine Linie durch einen Brennpunkt mit einem besonderen Recht auf den Namen Fokallinie anzugeben, in der die Kongruenz überall mit engstem Anschlüsse hindurchgeht. Die Prüfung dieser Frage wurde von \textit{C. H. Thompson} aufgenommen. Er bestätigte zunächst die Befürchtungen \textit{Campbells}, beschränkte aber die Aufmerksamkeit auf die Frage, ob es irgendeine Strecke einer streng geraden Linie gebe, welche von der ganzen dünnen Kongruenz in kleinen Abständen zweiter Ordnung getroffen wird. Während er diese Frage im allgemeinen mit nein beantwortete, zog er in Betrachtung, ob es spezielle Klassen gibt, bei denen die Antwort ja lautet. Im besonderen fand er, daß in manchen besonderen Fällen \textit{eine} wirkliche Fokallinie existiert, in andern noch spezielleren Fällen \textit{zwei}, die zu einander und zur Achse der Kongruenz rechtwinklig sind. Der Zweck der vorliegenden Note ist die Beseitigung des \textit{Campbell}schen Zweifels. Es wird gezeigt, daß eine beste Richtung einer Linie, die Fokallinie zu nennen ist, immer angegeben werden kann; ihr Vorrang vor anderen Linien durch den Brennpunkt beruht nicht auf einem Anschluß höherer Ordnung an die Kongruenzstrahlen als in dem Falle aller ihrer Genossen, sondern auf einem besser begrenzten Anschluß als bei den anderen, obschon er damit vergleichbar ist.
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