On \textit{Lagrange}'s equations of motion, and on elementary solutions of gyrostatic problems. (Q1490331)

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scientific article; zbMATH DE number 2638701
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    On \textit{Lagrange}'s equations of motion, and on elementary solutions of gyrostatic problems.
    scientific article; zbMATH DE number 2638701

      Statements

      On \textit{Lagrange}'s equations of motion, and on elementary solutions of gyrostatic problems. (English)
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      1909
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      Die Abhandlung beschäftigt sich mit der in den beiden letzten Jahrzehnten oft behandelten Frage, warum die \textit{Lagrange}schen Bewegungsgleichungen bei manchen Aufgaben, wie z. B. der Rollbewegung eines Körpers auf einer gegebenen Oberfläche, unbrauchbar werden. Da es nicht angeht, die analytischen Entwicklungen des Verf. hier im Auszuge wiederzugeben, wollen wir die leitenden Gedanken der Arbeit nach der Einleitung wenigstens andeuten. Wenn die \textit{Lagrange}schen Gleichungen aus dem Prinzipe der kleinsten Aktion oder mittels der \textit{Hamilton}schen charakteristischen Funktion hergeleitet werden, bleibt die Wirkung der Natur der Verbindungen des Systems mehr oder minder im Dunkeln. \textit{Hertz} hat hierüber einige Bemerkungen gemacht, ohne daß sie jedoch gerade beweiskräftig waren, und erst \textit{Hölder} zeigte (Gött. Nachr. 1896) durch eine Zergliederung der Logik in dem Gange der Herleitung, daß die varriierte Bewegung nicht in allen Fällen das wäre, was stillschweigend angenommen war, eine an sich mögliche Bewegung, d. h. eine mit den kinematischen Bedingungen des Systems verträgliche Bewegung. Wir sind nur zu der Annahme berechtigt, daß, wenn die Bewegung aus einer Konfiguration \(G\) in der wirklichen Folge von Konfigurationen zu einer entsprechenden Konfiguration \(G'\) in einer benachbarten Folge variiert wird, die Variation aus \(C\) zu \(C'\) mit den Bedingungen des Systems verträglich sein muß. \textit{Hölder} zergliederte die Fälle, für welche, wie \textit{Hertz} andeutete, die Methode der kleinsten Aktion irrige Ergebnisse zu liefern schien, und zeigte, wie sie durch einen bündigeren logischen Gang als durch den gewöhnlich benutzten ebenfalls in den Bereich des Prinzips gestellt werden können. Um zu erklären, auf welche Weise die Methode versagt, betrachtet der Verf. den Prozeß der Herleitung der \textit{Lagrange}schen Gleichungen aus den Bewegungsgleichungen eines freien Massenpunktes nach Art des Vorganges von Lord \textit{Kelvin}. Er erlangt dadurch exakte Gleichungen von der Art, wie \textit{Ferrers} sie zuerst angegeben hat (Quart. J. 12, 1871-73); diese sind auf alle Fälle einer Bewegung anwendbar, bei denen die Koordinaten die Konfiguration in jedem Augenblick explizit definieren. Hiernach wird untersucht, wie die Methode der Ignorierung der Koordinaten und die von Lord \textit{Kelvin} zuerst gegebenen gyrostatischen Gleichungen zu modifizieren sind, wenn dies geschehen ist. Diese Untersuchung bildet den Hauptgegenstand der vorliegenden Arbeit und führt zu einem einfachen Resultat. Zur Erläuterung der ersonnenen Methode werden einige Probleme nach ihr behandelt; ferner werden auch einige Fehlerquellen besprochen, die bei ihrer Anwendung auftreten können. Zuletzt wird gezeigt, wie man durch gewisse einfache Schlüsse zur Lösung gyrostatischer und anderer Rotationsprobleme gelangen kann.
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