Über eine Verallgememerung der \textit{Euler}schen Knickformel. (Q1490571)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Über eine Verallgememerung der \textit{Euler}schen Knickformel. |
scientific article; zbMATH DE number 2638983
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Über eine Verallgememerung der \textit{Euler}schen Knickformel. |
scientific article; zbMATH DE number 2638983 |
Statements
Über eine Verallgememerung der \textit{Euler}schen Knickformel. (English)
0 references
1909
0 references
In der Dissertation (Göttingen, 1906) ``Untersuchungen über die Stabilität der elastischen Linie in Ebene und Raum unter verschiedenen Grenzbedingungen'' hat der Verf. unter anderem das Problem behandelt, die stabilen Gleichgewichtslagen eines als unendlich dünn und gewichtslos vorausgesetzten Drahtes zu finden, der an dem einen Ende festgeklemmt ist und an dem andern einen starren Körper trägt. Hierbei ergab sich speziell, daß bis zu einer gewissen Drahtlänge die geradlinige Form eine stabile Gleichgewichtslage ist, wenn der Schwerpunkt des starren Körpers auf dem Drahte oder seiner geradlinigen Verlängerung liegt. Die Drahtlänge, bis zu der Stabilität vorhanden ist, wird durch Knickformeln gegeben, welche die bekannte \textit{Euler}sche als denjenigen Spezialfall enthalten, bei dem der Schwerpunkt des starren Körpers mit seiner Befestigungsstelle am Drahte zusammenfällt. Für diese Formeln wird jetzt eine direkte Ableitung gegeben, und diese wird gleichzeitig auf einen früher unberücksichtigt gebliebenen Fall ausgedehnt. Die Methode unterscheidet sich von der in der Dissertation angewandten. Die stabilen Gleichgewichtslagen entsprechen solchen Kurven, für welche die potentielle Energie des Systems ein wirkliches Minimum hat; ob ein solches eintritt, darüber entscheidet hier wesentlich das \textit{Jacobi}sche Kriterium der Variationsrechnung. Während die Anwendung desselben im Falle beliebiger elastischer Linien die Konstruktion der Enveloppe dieser Kurven notwendig machte, gelingt in dem einfachen Falle der geradlinigen Lösung die Integration der sogenannten \textit{Jacobi}schen Differentialgleichung, deren den Randbedingungen genügende Lösung durch die Strecken, in denen sie nicht durch Null geht, stabile Stücke der elastischen Linie definiert. Messungen im Göttinger Institut für angewandte Mechanik haben Werte geliefert, deren Übereinstimmung mit der Theorie durchaus befriedigend sind.
0 references