Zur Theorie der Dispersion und Extinktion des Lichtes in leuchtenden Gasen und Dämpfen. (Q1490632)
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scientific article; zbMATH DE number 2639048
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Zur Theorie der Dispersion und Extinktion des Lichtes in leuchtenden Gasen und Dämpfen. |
scientific article; zbMATH DE number 2639048 |
Statements
Zur Theorie der Dispersion und Extinktion des Lichtes in leuchtenden Gasen und Dämpfen. (English)
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1909
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Die Annahme von \textit{Stark}, daß nur die schnell bewegten Kanalstrahlenteilchen Licht emittieren, scheint mit den Beobachtungen von W. \textit{Wien} nicht ganz im Einklang zu stehen. Eine größere Klarheit über die verwickelten Vorgänge kann hierüber nach dem Verf. durch Untersuchung der Dispersion des Lichtes in der positiven Lichtsäule einer \textit{Geißler}-Röhre gewonnen werden. Es wird deshalb dieser Fall theoretisch untersucht. Zu diesem Zwecke wird von dem Dispersionsverlauf in der eingeschichteten positiven Lichtsäule folgende Vorstellung supponiert: An den in der Richtung von Anode zu Kathode bewegten positiven Ionen haften resonanzfähige Dipole, und zwar wird bei vielen Gasen an jedem Ion ein Dipol haften. Bei der Erregung durch eine Lichtwelle sollen diese zum Mitschwingen angeregt, das ganze Ion aber elektrisch neutral bleiben, so daß weder Richtung, noch Betrag der Geschwindigkeit geändert wird. Nach Messungen von \textit{Wilson} ist der Potentialgradient in dem betrachteten Teile der Lichtsäule ziemlich konstant, ebenso die Geschwindigkeit der Ionen mit Ausnahme in der unmittelbarsten Nähe der Anode. Es soll nunmehr der Brechungsexponent für einen ruhenden Beobachter gemessen werden. In der Behandlung des Problems wird in erster Annäherung entsprechend den meisten Theorien (\textit{Drude, Voigt}) die auf das Elektron wirkende ponderomotorische Kraft \(-\varepsilon{\mathfrak E}'\) gesetzt, statt \(\varepsilon({\mathfrak E}'+\omega{\mathfrak P}')\), wo \({\mathfrak E}'\) und \({\mathfrak P}'\) die Vektoren der elektrischen Kraft der erregenden Welle, bzw. der elektrischen Polarisation bedeuten, Im weiteren wird dann noch der Reibungskoeffizient gleich Null gesetzt und auf einige Spezialfälle eingegangen. Es zeigt sich dann, daß der Einfluß der Geschwindigkeit um so merklicher wird, je näher die erregende Wellenlänge der Eigenwellenlänge der Dispersionselektronen liegt. Aus der experimentellen Bestimmung einiger Konstanten könnte dann die Geschwindigkeit berechnet werden. Durch Messung des Stromes in der positiven Lichtsäule etwa mit Hülfe von Sonden müßte die Anzahl der vorhandenen positiven Ionen in der Volumenemheit bestimmt werden; es könnte dann so ermittelt werden, ob nur positiv geladene Ionen oder auch neutrale Atome an der Dispersion und dem Leuchten teilnehmen. Es ist bemerkenswert, daß das die Geschwindigkeit enthaltende Glied in den Formeln in derselben Form auftritt wie in der gewöhnlichen Theorie der den Reibungskoeffizienten enthaltende Tenn. Für eine EinfaUsrichtung des Lichtes senkrecht zur Bewegungsrichtung ist kein Effekt in \(\frac{V}{c}\) vorhanden, sondern nach der Relativitätstheorie nur in \(\left(\frac Vc\right)^2\).
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