Über die Dynamik des Elektrons in der Kinematik des Relativitätsprinzips. (Q1490690)
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scientific article; zbMATH DE number 2639116
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über die Dynamik des Elektrons in der Kinematik des Relativitätsprinzips. |
scientific article; zbMATH DE number 2639116 |
Statements
Über die Dynamik des Elektrons in der Kinematik des Relativitätsprinzips. (English)
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1909
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Der Begriff des starren Körpers und der starren Verbindung ist in der \textit{Newton}schen Mechanik geknüpft an die Anschauung des Systems Raum-Zeit als vierdimensionales Bezugssystem, indem die Gültigkeit der Naturgesetze unabhängig ist von der Wahl des Nullpunktes und der Einheiten, sowie auch von einer gleichförmigen Translation des Systems. In dem Relativitätsprinzip hängt nun aber die Unabhängigkeit der Naturgesetze von einer andersartigen Änderung des Zeitparameters ab; mit ihm fällt daher auch der bisherige Begriff des starren Körpers. Merkbar wird aber dies erst, wenn nicht nur gleichförmige Bewegungen betrachtet werden, sondern auch Beschleunigungen vorkommen. daher sind bisher solche Betrachtungen unterblieben. Will man aber die \textit{Lorentz}sche Theorie oder sein Deformationsgesetz auf allgemeinere Grundlagen stellen, so erscheint es als nötig, auch die Kinematik des starren Körpers unter Zugrundelegung des Relativitätspostulates auszuarbeiten. Dies hat der Verf. durchgeführt. Er kommt dabei zu dem neuen Begriff der ``infinitesimalen Starrheit'', der darin besteht, daß für zwei unendlich nahe Punkte ihre Entfernung in einem mitbewegten Koordinatensystem gegen die \textit{Lorentz}, Transformationen invariant sei. Die Bedingungen der infinitesimalen Starrheit werden abgeleitet, Kontinuitätsgleichung und inkompressible Strömung sowie geradlinige beschleunigte Translation behandelt. Es zeigt sich, daß auch hier der Körper nur einen Freiheitsgrad hat, daß also die Bewegung eines Punktes eines solchen ``starren'' Körpers diejenige aller übrigen mitbestimmt. Weiterhin aber erhält man noch das Resultat, daß ein starrer Körper notwendig endlich ausgedehnt, und daß die für ihn mögliche Beschleunigung abhängig ist von seiner Größe. Eine weitere ausgezeichnete Bewegung wird dann in der ``Hyperbelbewegung'' behandelt, die der gleichförmig beschleunigten der alten Mechanik entspricht. Bei dieser Bewegung führt ein ``starres Elektron sein Feld mit sich und bei Störungen kann Strahlung auftreten. Als Bewegungsgesetz erhält man: ``Die Bewegung des ``starren'' Elektrons erfolgt so, daß die Resultierende seines eigenen Feldes entgegengesetzt gleich ist der Resultierenden des äußeren Feldes.'' Die Diskussion der inneren Kräfte zeigt, daß das Elektron einen Mittelpunkt haben muß, um den die Ladung in konzentrischen Schichten verteilt ist. Die Abhängigkeit der Masse von der Geschwindigkeit wird durch die \textit{Lorentz}'sche Formel gegeben; die ``Ruhmasse'' kann auch für sehr große Beschleunigungen praktisch als konstant angesehen werden. ``Die Theorie umfaßt die Ablenkung der Elektronen durch elektrische Felder, die irgendeine Richtung zu ihrer Geschwindigkeit haben und örtlich und zeitlich nicht zu rapide wechseln. Dagegen gilt sie nicht unmittelbar für die magnetische Ablenkung.'' Letztere wird jedoch für quasistationäre Bewegung ebenfalls von der Theorie wiedergegeben.
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