Der Verlauf telegraphischer Zeichen in langen Kabeln. (Q1490751)

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scientific article; zbMATH DE number 2639177
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    Der Verlauf telegraphischer Zeichen in langen Kabeln.
    scientific article; zbMATH DE number 2639177

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      Der Verlauf telegraphischer Zeichen in langen Kabeln. (English)
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      1909
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      In der Abhandlung wird gezeigt, wie man auf dem von \textit{Thomson} 1855 eingeschlagenen Wege weiterschreiten und wenigstens für eine Reihe einfacher Schaltungen strenge Lösungen erhalten kann. ``Die Verfolgung dieses Weges verlohnt sich auch noch besonders deshalb, weil man hier aus dem Wesen der Rechnung eine tiefe Einsicht in das Spiel der elektrischen Ausgleichsvorgänge in dem aus dem Kabel und den Endapparaten bestehenden Systeme gewinnt.'' ``Die erledigten Fälle sind so ausgewählt worden, daß sie einerseits ein gewisses praktisches Interesse bieten, andererseits so einfach sind, daß der Gang der Rechnung deutlich bleibt, und daß dabei doch alle in der Natur solcher Probleme liegenden Schwierigkeiten besprochen werden. \dots Die Vorgänge in dem aus dem Kabel und den Endapparaten bestehenden Systeme lassen sich durch Superposition einer unendlichen Reihe von Teilvorgängen darstellen, von denen jeder das Gesetz befolgt \(ae^{-\lambda^2T} \sin (\lambda x +\varepsilon)\). \(\lambda\) ist im allgemeinen reell, so daß es sich um räumliche Sinuswellen handelt, die zeitlich exponentiell absterben. Die Natur des Systems allein (d. h. die Art der Grenzbedingungen) bestimmt die Wellenlänge \((=\pi/\lambda)\) und die räumliche Phase \((\varepsilon)\) jedes Teilvorganges; dabei stehen die Wellenlängen im allgemeinen in einem irrationalen Verhältnis (unharmonische Oberwellen). Jeder beliebige, in einem bestimmten System überhaupt mögliche elektrische Vorgang muß sich durch Superposition dieser (also nach Wellenlänge und Phase bereits festgelegten) Teilwellen darstellen lassen. Das ist ein sehr merkwürdiges Gesetz. Die unendliche Mannigfaltigkeit der in einem gegebenen System möglichen Vorgänge kommt allein dadurch zustande, daß die Amplitude \(a\) jeder Teilwelle jeden beliebigen Wert annehmen kann. Dementsprechend muß zur Berechnung aller \(a\) der elektrische Zustand des Systems in einem gewissen Moment bekannt sein.''
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