Untersuchung über die Herabsetzung der Trägheit von Selenzellen mit Hülfe der Kompensationsmethode. (Q1490782)

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scientific article; zbMATH DE number 2639201
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    Untersuchung über die Herabsetzung der Trägheit von Selenzellen mit Hülfe der Kompensationsmethode.
    scientific article; zbMATH DE number 2639201

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      Untersuchung über die Herabsetzung der Trägheit von Selenzellen mit Hülfe der Kompensationsmethode. (English)
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      1909
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      Verf. zeigt zunächst, daß die Änderung der Leitfähigkeit einer Selenzelle bei Belichtungsänderungen, die innerhalb gewisser Grenzen bleiben, sich durch die Formel ausdrücken läßt: \[ y=\alpha\varDelta J\cdot e^{-\beta t^{-\frac1m}}. \] \(\alpha,\beta,m\) \((0<m<\infty)\) sind drei der Zelle eigentümliche Konstanten; \(\alpha\) gibt die Empfindlichkeit der Zelle, d. h. den Wert von \(y\) für \(\lim t =\infty\), \(\varDelta J=1\) an, \(\beta\) nennt der Verf. die ``gewöhnliche'' und \(m\) die exponentielle Trägheit der Zelle; die Formel bringt zum Ausdruck, daß bei einer gewissen Belichtungszunahme \(\varDelta J\) die Leitfähigkeit von einem Anfangswerte in irgendeiner Weise zum Höchstwerte \(\alpha\varDelta J\) ansteigt. Am schnellsten geschieht das, wenn die einflußreichere der beiden Trägheitskonstanten, \(m\), möglichst klein ist. Technisch kann man \(m\) aber nicht unter einen bestimmten Wert herabdrücken, dagegen kann die Anstiegszeit dadurch verkürzt werden, daß eine zweite Zelle als Kompensationszelle der ersten ``Fühlerzelle'' in Brückenanordnung entgegengeschaltet wird. Die beiden Kurven setzen sich dann zu einer dritten zusammen, die eher als sie beide der Abszissenachse parallel wird. Der Verf. zeigt noch, daß die Zellen, um eine gute Kompensation und damit eine Herabsetzung der Nachwirkung zu erzielen, folgenden Bedingungen genügen müssen: 1. Die beiden Zellen sollen eine möglichst geringe und eine möglichst gleiche exponentielle Trägheit haben; 2. die Empfindlichkeit der Fühlerzelle soll möglichst groß, ihre gewöhnliche Trägheit möglichst klein sein; 3. die Empfindlichkeit der Kompensationszelle soll verhältnismäßig klein, ihre Trägheit verhältnismäßig groß sein, so daß die Gleichung \(\alpha_1\beta_1 = \alpha_2\beta_2\) erfüllt werden kann.
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