Œuvres de Descartes publiées par Charles Adam et Paul Tannery sous les auspices du Ministère de l'Instruction publique. Physico-mathematica. Compendium musicae. Regulae ad directionem ingenii. Recherche de la vérité. Supplément à la correspondance. X. (Q1491072)

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scientific article; zbMATH DE number 2639585
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    Œuvres de Descartes publiées par Charles Adam et Paul Tannery sous les auspices du Ministère de l'Instruction publique. Physico-mathematica. Compendium musicae. Regulae ad directionem ingenii. Recherche de la vérité. Supplément à la correspondance. X.
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      Œuvres de Descartes publiées par Charles Adam et Paul Tannery sous les auspices du Ministère de l'Instruction publique. Physico-mathematica. Compendium musicae. Regulae ad directionem ingenii. Recherche de la vérité. Supplément à la correspondance. X. (English)
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      1908
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      Der dem Berichtsjahre angehörende zehnte Band der Werke von \textit{Descartes} birgt einen solchen Schatz interessanten Stoffes, daß eine Anzeige, die dem Inhalte einigermaßen gerecht werden sollte, zu einem Hefte auswachsen würde. Schon die Nachrichten, welche der Herausgeber \textit{Adam} über die Schicksale der einzelnen Stücke gibt, bilden wertvolle Beiträge zur Geschichte der Mathematik im allgemeinen, zur Würdigung der Leistungen von \textit{Descartes} im besonderen. Bei dem Lesen der Schriften selbst muß\ die Bewunderung für den universellen Geist des Vaters der modernen Philosophie mehr und mehr wachsen; er beherrscht alle Gebiete des Denkens und tritt überall als Wegfinder für die Erkenntnis neuer Wahrheiten auf, mag er sich über Fragen der Philosophie und der Ethik äußern, oder prinzipielle Fragen der Mathematik und Physik erörtern, oder ganz spezielle Aufgaben der Geometrie, der Algebra, der Hydrostatik, der Optik usw. zur Lösung bringen. Der Band wird eröffnet mit dem Abdruck des Inventars der Papiere von \textit{Descartes}, das am 14. Februar 1650 nach seinem Tode (11. Februar 1650) in Stockholm aufgenommen wurde. Dann folgen die Stellen aus dem Tagebuch von \textit{Isaak Beeckmann}, dem Freunde von \textit{Descartes}, die auf ihn sich beziehen, aus den Jahren 1618-1619. Dieses von \textit{C. de Waard} erst 1905 wieder aufgefundene Buch, aus dem die Korrespondenz mit \textit{Descartes} sofort veröffentlicht wurde (F. d. M. 36, 7, 1905, JFM 36.0007.01), enthält auf seinen 1070 Seiten neben manchen schon bekannten Dingen auch vieles, was bisher entweder noch nicht als das Eigentum \textit{Descartes'} bekannt war, oder dessen Entstehungszeit nicht bestimmt werden konnte. Die drei Teile, in welche die Mitteilungen zerlegt sind, haben die Titel erhalten : I. Varia, II. Physico-mathematica, III. Musicae Compendium. Von der letzteren Schrift, die schon früher veröffentlicht ist, hatte \textit{Beeckmann} eine Abschrift genommen. Die Gegenstände unter II. sind: 1. Aquae comprimentis in vase ratio reddita à \textit{D. Des Cartes}. 2. Lapis in vacuo versus terrae centrum cadens quantum singulis momentis motu crescat, ratio \textit{Des Cartes}. Hiernach folgen kleinere Schriften aus den Jahren 1619-1621: Olympica, Experimenta, Studium Bonae Mentis, abgedruckt nach Kopien von \textit{Leibniz}, teilweise mit französischen Übersetzungen von \textit{Baillet}, dem ersten Biographen \textit{Descartes'}. Ferner, gleichfalls nach Abschriften von \textit{Leibniz}: Cogitationes privatae und De Solidorum Elementis. Die letztere Abhandlung, welche den sogenannten \textit{Euler}schen Satz von den Polyedern enthält \((E+F=K+2)\), ist von de \textit{Jonquières} von neuem herausgegeben (F. d. M. 22, 49, 1890, JFM 22.0049.02); dabei war aber übersehen, daß \textit{Prouhet} schon 1860 in der Revue de l'Instruction publique sowohl den von \textit{Foucher de Careil} (1859) arg verstümmelten Text berichtigt, als auch die Prioität des \textit{Descartes} für den erwähnten Satz festgestellt hatte. Die nächsten Stücke gehören einer Sammlung an, welche schon 1701 unter dem Titel Excerpta ex Ms. \textit{Des-Cartes} veröffentlicht sind. Sie sind noch von \textit{P. Tannery} durchgesehen und unter den auf die Ausgabe von 1701 zurückzuführenden Titeln gesondert worden: I. Polygonorum inscriptio. II. Horum usus trigonometricus. III. Numeri polygoni. IV. De partibus aliquotis numerorum. V. Radix cubica binomiorum. VI. Circuli quadratio. VII. Tangens cycloidis. VIII. Tangens quadratariae per cycloidem. IX. Aequationum asymmetriae remotio. X. Ovales opticae quatuor. XI. Earum descriptio et Tactio. -- \textit{P. Tannery} hat die Bruchstücke I, II und X, XI vor 1629 gestellt, die übrigen später, etwa zwischen 1638 und 1640; die Nummern VII und VIII gehören gar nicht \textit{Descartes} an, sondern sind Kopien, die sich \textit{Descartes} aus \textit{Fermat} gemacht hat (vgl. P. Tannery, F. d. M. 30, 7, 1899, JFM 30.0007.01). Hiernach werden unter dem Titel \textit{Descartes} et \textit{Beeckman} (1628 bis 1629) abermals Stellen aus dem eingangs erwähnten Tagebuche von \textit{Beeckmann} wiedergegeben, aus persönlichen Unterhaltungen mit \textit{Descartes}, der seinen Jugendfreund 1628 in Dordrecht besucht hatte. I. Historia \textit{Des Cartes} ejusque mecum necessitudo. -- Docti cur pauci. II. Algebrae \textit{Des Cartes} specimen quoddam. III. Angulus refractionis a \textit{Des Cartes} exploratus. IV. Chordarum musicarum crassitiei ratio. V. Solis radiis comburere remotissima. VI. Ellipsis in quâ omnes radii paralleli concurrunt in puncto medii densioris. VII. Hyperbola per quam radii in unum punctum concurrunt. VIII. Ellipsis pars per quam radii in aere exacte concurrunt. IX. Hyperbola per quam omnes radii paralleli in unum punctum exacte incidant demonstrata. X. Parabolâ duo media proportionalia inveniri posse demonstratur. XI. Parabolâ aequationes cossicas lineis exponere. XII. Lunae an litterae inscribi possint absentibus legegdae. XIII. Consonantiae omnes ex continuâ chordae bisectione. Die Schrift ``Regulae ad directionem ingenii'', welche aus den Opuscula posthuma (Amsterdem 1701) bekannt ist, wird nach dieser ersten Veröffentlichung abgedruckt mit einigen Verbesserungen aus einer in Hannover befindlichen Abschrift, die \textit{Leibniz} 1670 in Amsterdam gekauft hat. In einem Nachtrage werden die nach dem eigenen Manuskript von \textit{Descartes} angefertigten Übersetzungen einiger Stellen dieser Schrift von \textit{Arnauld, Poisson} und \textit{Baillet} wiedergegeben, weil auch die Amsterdamer Ausgabe wohl nur eine Abschrift des Orginals gewesen ist. Einige Notizen über eine verloren gegangene Schrift ``Art de l'Escrime'' nach \textit{Baillets} Angaben in ``La vie de Monsieur \textit{Des-Cartes}'' (1691), die vielleicht 1628 verfaßt ist, und ein ziemlich umfangreiches Supplement zu der Korrespondenz aus den Bänden I-V (S. 542-631) sowie eine Reihe von Zusätzen zu dem Inhalte des vorliegenden Bandes (S. 633-680) machen den Beschluß.
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