Logic and the continuum. (Q1491328)

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scientific article; zbMATH DE number 2639894
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    English
    Logic and the continuum.
    scientific article; zbMATH DE number 2639894

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      Logic and the continuum. (English)
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      1908
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      In bezug auf die Arbeiten von \textit{Zermelo} über die Wohlordnung einer Menge (Math. Ann. 59, 514-516 u. 63, 107-128) kommt der Verf. nach einer längeren Erörterung zu folgenden Ergebnissen: 1. \textit{Zermelo} hat Recht mit seiner Behauptung, er dürfe sein Postulat dem bestehenden logischen Systeme angliedern; die Verweigerung dieses Privilegs würde die Aufrichtung einer Sperre gegen die Entwicklung der Logik und die Annahme einer Vollständigkeit unseres logischen Systems bedeuten, die mit Rücksicht auf Entwicklungen in der Vergangenheit und auf Möglichkeiten in der Zukunft ganz unverbürgt ist. 2. Der Gebrauch, den er von seinem Prinzipe macht, besteht darin, daß er ein widerhaariges Ding noch widerhaariger macht, eine transfinite Bedingung noch transfiniter. Es bleibt so viel Willkürliches in der Bestimmung des Entsprechens, daß sein Theorem über die Wohlordnung kaum mehr Wert hat als die Aussage, die Elemente irgend einer Menge können folgeweise herausgenommen und in eine Reihe gebracht werden. Er wendet dieses letztere Prinzip (ausgenommen die folgerechte Herausnahme) auf einen Fall an, der tatsächlich über die ursprüngliche Menge in der Größenordnung hinaus geht. 3. Die Wohlordnung irgend einer Menge ist praktisch unwesentlich und ganz wertlos, wenn getrennt von einem Algorithmus, der die Ordnung erledigt, einem Algorithmus, der nicht eine Operation erfordern darf, welche über die Kardinalzahl der gegebenen Menge hinausgeht.
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