Elementare Dynamik der Punktsysteme und starren Körper. (Q1492832)

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scientific article; zbMATH DE number 2641831
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    Elementare Dynamik der Punktsysteme und starren Körper.
    scientific article; zbMATH DE number 2641831

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      Elementare Dynamik der Punktsysteme und starren Körper. (English)
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      1908
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      Der Artikel, der in der Bezeichnung der Enzyklopädie als IV 6 gezählt wird, umfaßt alles, was in einem ersten Kolleg über Mechanik gegeben zu werden pflegt. Die außerordentlich zahlreichen, in Lehrbüchern und Monographien niedergelegten, in Zeitschriften und Akademieberichten zerstreuten Untersuchungen aus der Dynamik der Punktsysteme und starren Körper, die das neunzehnte Jahrhundert hervorgebracht hat, bilden in ihrer Gesamtheit eine Disziplin, die man als elementare Dynamik bezeichnen kann. Kennzeichnend für die Zugehörigkeit zu ihr ist \textit{methodisch }die geometrisch-mechanische Anschaulichkeit der Betrachtungen und der elementare Charakter des analytischen Apparates, bei dem man nicht über den Bereich der elementaren Funktionen und der Elemente der Differential- und Integralrechnung hinausgeht; \textit{materiell} aber der Wille zur Vertiefung in einzelne Probleme, die mit der mechanischen Wirklichkeit in Beziehung stehen. Den Gegensatz dazu bilden diejenigen Untersuchungen aus der Mechanik, die sich im Gebiete von beliebig vielen Veränderlichen ohne bestimmte konkrete Bedeutung bewegen und bei denen alle Hülfsmittel der modernen Analysis zur Verwendung gelangen; in dieser ``höheren Dynamik'' überwiegt nicht selten das mathematische Interesse. Auf der anderen Seite gibt es eine ``elementarste Dynamik'', bei der unter Verzicht auf die Benutzung der Infinitesimalrechnung eine Einführung in die Bewegungserscheinungen gesucht wird, wie das zum Beispiel vielfach bei dem Unterrichte in der Physik an den Gymnasien und an den technischen Mittelschulen der Fall ist; hierauf wird natürlich nicht eingengangen. Eine gewisse Schwierigkeit liegt darin, daß sich zwischen elementarer und höherer Dynamik keine scharfe Grenze ziehen läßt; denn schon die strenge Behandlung des Kreispendels führt auf elliptische Funktionen, und dasselbe gilt von den einfachsten Problemen aus der Kinetik des starren Körpers. So kommt es, daß ein Teil der in der Artikel behandelten Gegenstände in den später folgenden Artikeln 11-13 noch einmal zur Besprechung gelangen wird. Diese aus Nr. 1, S. 447-448, des Artikels wörtlich entnommenen Sätze genügen zur Kennzeichnung des mit großem Fleiße und eingehender Sachkenntnis abgefaßten umfangreichen Referates.
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