Über Beziehungen zwischen veränderlichen Größen, die auf gegebene Gebiete beschränkt sind. (Q1493969)
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scientific article; zbMATH DE number 2644172
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über Beziehungen zwischen veränderlichen Größen, die auf gegebene Gebiete beschränkt sind. |
scientific article; zbMATH DE number 2644172 |
Statements
Über Beziehungen zwischen veränderlichen Größen, die auf gegebene Gebiete beschränkt sind. (English)
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1907
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Das Gebiet \(A\) der \(x\)-Ebene sei von einer endlichen Anzahl geschlossener Linien begrenzt. In ihm sei eine endliche Anzahl von Punkten gegeben, die zu der Begrenzung von \(A\) gerechnet werden. Wenn dann die Funktion \(y\) von \(x\) in \(A\) ``regulär'' in dem Sinne von \textit{Schottky} ist, d. h. sich für jeden Punkt \(x_{0}\) im Innern von \(A\) wie eine rationale Funktion verhält, so braucht sie nicht innerhalb \(A\) eindeutig zu sein; man kann sich aber in der Nähe von \(x=x_{0}\) einen Zweig der Funktion eindeutig definiert denken. Liefert dieser für \(x=x_0\) den Wert \(y=y_{0}\) so entspricht jeder von \(x_{0}\) ausgehenden Linie des Gebietes \(A\) eine bestimmte von dem Punkte \(y_{0}\) ausgehende Linie in der \(y\)-Ebene. Diese Linien mögen in einem Bereiche \(B\) der \(y\)-Ebene verlaufen, von dessen Begrenzung dasselbe gilt wie von \(A\), und es soll ferner innerhalb \(B\) auch \(x\) eine ``reguläre Funktion'' von \(y\) sein, deren sämtliche Werte durch Punkte von \(A\) dargestellt werden. Sind diese Bedingungen erfüllt, so sagt \textit{Schottky}, die Gebiete \(A\) und \(B\) seien auf einander regulär bezogen; dabei gehören im allgemeinen zu jedem Punkte des einen Gebietes unendlich viele Punkte des anderen Gebietes. Man hat also ein Problem, das dem Abbildungsproblem analog, aber, abgesehen von einfachen Spezialfällen, nicht mit ihm identisch ist. Wie \textit{Carathéodory} bemerkt hat, liefert die elliptische Modulfunktion die Lösung dieses Problems in dem besonderen Falle, daß\ \(B\) die positive Halbebene und \(A\) die ganze Ebene mit Ausschluß\ der Grenzpunkte \(0,1,\infty\) ist. \textit{Carathéodory} hatte auch schon angegeben, wie sich die Lösung gestaltet, allgemeinen Fall, wo Punkte und Linien die Grenzen der Gebiete \(A\) und \(B\) bilden, hat \textit{Schottky} folgende Sätze erhalten: 1. Man kann die allgemeine Aufgabe auf die speziellere zurückführen, wo das eine Gebiet \(B\) die positive Halbebene ist. 2. Unter dieser Annahme und unter Ausschluß\ des Falles, wo nur Punkte die Begrenzung von \(A\) bilden, ist zwar nicht \(x\) selbst, wohl aber jede von den charakteristischen Funktionen der Fläche \(A\) eine in der ganzen \(y\)-Ebene eindeutige Funktion von \(y\), die allerdings unbestimmt wird in unendlich vielen auf der reellen Linie gelegenen Punkten. Sie bleibt ungeändert bei einer bestimmten Gruppe linearer Substitutionen der Variabeln \(y\), und zwar ist die Anzahl der unabhängigen Substitutionen gleich \(\varrho\), wenn \(\varrho+1\) die Anzahl der Grenzen von \(A\) bedeutet. Diese Funktionen gehören im wesentlichen zu denen, die \textit{Schottky} am Schlusse seiner Inaugural-Dissertation, Berlin 1875 definiert hat. In dem ausgeschlossenen Fall gibt es keine Randlinien von \(A\); deshalb kann die Variable \(y\) nicht über die Grenze von \(B\), d. h. über die reelle Achse, hinausgehen. Davon abgesehen, sind die Funktionen auch in diesem Falle von derselben Art, wie die übrigen. In dem Schluß\ paragraphen werden zwei besondere Fälle betrachtet: erstens, daß\ \(A\) die ganze Ebene ist mit Ausnahme einer endlichen Anzahl sich schneidender Strecken, die sich auch auf Punkte reduzieren dürfen, zweitens, daß\ \(A\) die ganze Ebene ist mit Ausnahme dreier Kreisflächen; \(B\) ist immer die positive Halbebene.
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