Nekrolog: \textit{Ralph Copeland}. (Q1494464)

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scientific article; zbMATH DE number 2642882
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    English
    Nekrolog: \textit{Ralph Copeland}.
    scientific article; zbMATH DE number 2642882

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      Nekrolog: \textit{Ralph Copeland}. (English)
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      1907
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      Der Astronom \textit{Ralph Copeland} wurde geboren am 3. Septbr. 1837 auf der Moorside Farm bei Woodplumpton in Lancashire: er starb am 27. Okt. 1905 in der Königlichen Sternwarte von Blackford Hill bei Edinburgh. Schon in seinem 16. Lebensjahre wanderte er nach Australien aus, betätigte sich in einer Schäferei und als Goldgräber, bezeigte aber schon damals großes Interesse für Sternbeobachtungen. Um sich weiter auszubilden, kehrte er 1858 auf dem Wege über Cap Horn zurück und stellte während der Reise Beobachtungen über die Sichtbarkeit von Sternen bei Tage an. Statt aber nach seiner ursprünglichen Absicht auf der Universität Cambridge dem Studium obzuliegen, trat er in eine Lokomotivfabrik in Manchester als Volontär ein und übte sich privatim in astronomischen Beobachtungen an einem fünfzölligen Refraktor. Endlich entschloßer sich als verheirateter Mann, systematische Studien zu treiben, und siedelte zu diesem Zwecke 1865 nach Göttingen über. Hier hatte er \textit{Klinkerfues, Weber} und \textit{Stern} als Lehrer; er arbeitete mit \textit{Börgen} zusammen auf der Göttinger Sternwarte von 1867-69 an der Zonenbeobachtung der Sterne bis zur neunten Größe zwischen \(-1^{\circ}\) bis \(0^{\circ}\). Nachdem er 1869 promoviert hatte, nahm er als Witwer teil an der arktischen Expedition unter \textit{Koldewey} und führte mit seinem Freunde \textit{Börgen} in Göttingen kehrte er 1871 nach England zurück, um die Stellung als Astronom der Sternwarte des Lord \textit{Rosse} zu Birr Castle anzutreten. Im Frühjahr 1874 als Assistent nach der Dubliner Universitätssternwarte zu Dunsink berufen, nahm er teil an der Expedition zur Venusbeobachtung auf Mauritius. Schon 1876 ging er als Astronom nach der Sternwarte Dun Echt; hier gab er 1881-84 die astronomische Zeitschrift Copernicus heraus, in der er Arbeiten veröffentlichte, die sich mit denen von \textit{Vogel} und \textit{Lohse} von der Bothkamp-Sternwarte begegneten. Den zweiten Venusdurchgang (1882) beobachtete \textit{Copeland} in Jamaica. Nach dem Abgange des Astronomen \textit{Piazzi Smyth} von der Universität zu Edinburg wurde \textit{Copeland} 1889 sein Nachfolger und erhielt zugleich die Aufgabe, aus den von Lord \textit{Crawford} zur Verfügung gestellten Mitteln eine neue Sternwarte zu bauen. Nach seinem Vorschlage wurde der Blackford Hill südlich von Edinburgh als Baustelle gewählt. Im Mai 1895 konnte er sein neues Heim beziehen, in dem er die letzten zehn Lebensjahre verbracht hat. Seine Arbeiten beziehen sich hauptsächlich auf die spektroskopische Untersuchung der Gestirne.
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