Scientific papers. Volume I: Oceanic tides and lunar disturbance of gravity. (Q1494541)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2642961
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Scientific papers. Volume I: Oceanic tides and lunar disturbance of gravity.
    scientific article; zbMATH DE number 2642961

      Statements

      Scientific papers. Volume I: Oceanic tides and lunar disturbance of gravity. (English)
      0 references
      0 references
      1907
      0 references
      Die wissenschaftlichen Abhandlungen des gefeierten Gelehrten sollen in vier Bänden erscheinen, in denen die dem Inhalte nach zusammengehörigen Arbeiten immer vereinigt sind. Der erste Band enthält diejenigen Untersuchungen, welche sich auf die Gezeiten im Ozean und auf die Mondstörung der Schwere beziehen. Demgemäß\ zerfällt der Band in zwei Teile, von denen der erste zwölf Nummeren umfaßt (S. 1-388), der zweite dagegen nur zwei (S. 389-459). Die Zweckmäßigkeit, auf die Gezeiten eine rechnerische Methode anzuwenden, die sich an das in der Theorie des Mondes und der Planeten übliche Verfahren anschließt, wurde zuerst von Lord \textit{Kelvin} hervorgehoben. Berichte über die harmonische Analyse von Beobachtungen der Gezeiten wurden von ihm der British Association in den Jahren 1868, 1870, 1871, 1872 und 1876 vorgelegt. Da die in diesen Berichten angewandte Analyse eine Gleichstellung und eine Durchsicht erheischte, wurde ein neuer Ausschuß\ aus \textit{Adams} und Darwin zu dem Zwecke gewählt. \textit{Adams} begnügte sich damit, von Zeit zu Zeit seinen Rat zu geben, überließ\ aber die ganze Arbeit sonst seinem Ausschußmitgliede \textit{Darwin}. Die ersten drei Nummern des vorliegenden Bandes werden aus dem ersten (1883), dem dritten (1885) und dem vierten (1886) Berichte dieses Ausschusses gebildet; der zweite, nur formelle Bericht ist fortgelassen. Ebenso sind einige Paragraphen von einem nur zeitweiligen Charakter unterdrückt; dagegen sind einige Verbesserungen und Änderungen zufolge später gewonnener Erfahrung vorgenommen. Diese Artikel erörtern die Methode der harmonischen Analyse und ihren Zusammenhang mit dem alten Verfahren der Stundenwinkel, Deklinationen und Parallaxen. Der dritte zeigt, wie eine Gezeitentafel aus den harmonischen Gezeitenkoeffizienten zu berechnen ist. Die vierte Abhandlung ist ein Artikel über die Gezeiten für das ``Admiralty Scientific Manual'' (1886). In ihr wird die Methode zur Analysierung einer kurzen Beobachtungsreihe und die Berechnung einer angenäherten Gezeitentafel auseinandergesetzt. Ein kleiner, in dem Manual enthaltener Fehler ist verbessert. Der Artikel würde für seine Stelle der Veröffentlichung zu lang geworden sein, wenn er die analytische Begründung, auf der die verschiedenen Regeln des Verfahrens beruhen, auch enthalten hätte; aber diese Analysis ist in den drei vorangehenden Artikeln einbegriffen. In dem fünften Artikel (1890) wird eine Methode zur Auswertung der harmonischen Konstanten aus Beobachtungen von Hoch- und Tiefwasser entworfen. Die sechste Abhandlung (1892) setzt den Gebrauch eines Apparates für die harmonische Analyse von stündlichen Beobachtungen auseinander. Die siebente Abhandlung (1891) kehrt zu dem Gegenstande der dritten zurück, um zu zeigen, wie eine Gezeitentafel aus den harmonischen Konstanten mit jedem wünschenswerten Grade der Genauigkeit aufgestellt werden kann. Zwei in Gemainschaft mit \textit{Baird} verfaßte Arbeiten, in denen eine systematische Sammlung der Gezeitenkonstanten für einige Häfen begonnen wurde, sind nicht abgedruckt. Die übrigen Artikel des ersten Teils beziehen sich auf die Theorie der Gezeihen. In der Theoretischen Physik von \textit{Thomson} und \textit{Tait} hat der erstere die Korrektion erörtert, die erforderlich ist, damit die Gleichgewichtstheorie eines von Kontinenten unterbrochenen Ozeans richtiggestellt werde. Die achte Abhandlung (1886) gibt die Zahlenmäßige Auswertung dieser Korrektion von \textit{Darwin} und \textit{Turner}. Die neunte Abhandlung (1883) ist ein Auszug des zur zweiten Ausgabe jener zitierten Theoretischen Physik vom Verf. beigesteuerten Paragraphen (\(\S\) 848); in ihm ist ein Versuch zur Abschätzung des Betrages der festen Erde zufolge des Einflusses der Gezeiten gemacht. \textit{Laplace} war der Meinung gewesen, daß\ die langperiodischen Oszillationen der Gezeiten durch die Gleichgewichtstheorie angemessen dargestellt werden könnten. Lord \textit{Kelvin} zeigte jedoch, daß\ ein Nachgeben der festen Erde eine berechenbare Reduktion der ozeanischen Gezeiten gemäß\ der Gleichgewichtstheorie hervorrufen würde. Offenbar würde also eine Messung der wirklichen Werte der langperiodischen Gezeiten ein Maß\ für das elastische Nachgeben der Erdmasse liefern. In dieser neunten Abhandlung wird eine Auswertung der Bereiche dieser Gezeiten in einer Anzahl von Häfen vorgenommen, und daraus wird eine Abschätzung des Nachgebens der Erde mit den Gezeiten erhalten. Die zehnte Abhandlung betrifft die dynamische Theorie der Gezeiten und ist ein Auszug eines Artikels (1906) über die Gezeiten für eine neue Ausgabe der Encyclopaedia Britannica, der den älteren Artikel des Verf. zu ersetzen bestimmt ist und die wichtige Ergänzung dieser Theorie von \textit{Hough} in die frühere Darstellung hineingearbeitet anthält. In der elften Abhandlung (1886) werden die Gründe angeführt, welche gegen die \textit{Laplace}sche Ansicht der Zulänglichkeit der Gleichgewichtstheorie bei der Erörterung der langperiodischen Gezeiten sprechen, und es wird nachgewiesen, daß\ das Problem tatsächlich ein dynamisches ist. Deshalb kann die Auswertung des Betrages des elastischen Nachgebens der Erde mit Hülfe der beobachteten Höhen dieser Gezeiten nicht als exakt gebilligt werden. Die letzte Abhhandlung des ersten Teils anthält die Reduktion der Beobachtungen der Gezeiten, die von den Offizieren der ``Discovery'' im Laufe ihrer berühmten antarktischen Expedition angestellt sind. Die Bände mit den wissenschaftlichen Resultaten der ``Discovery'' sollen erst erscheinen. Die beiden Abhandlungen des zweiten Teils sind Berichte eines Ausschusses der British Association über einen Versuch zur Anstellung direkter Messungen der Mondanziehung. Die Arbeit wurde 1880 zu Cambridge vom Verf. und seinem Bruder \textit{Horace Darwin} ausgeführt. Die Grundidee für das dabei benutzte Instrument rührt von Lord \textit{Kelvin} her. der Verf. betont, daß\ der Bericht unter Nr. 13 (1881) zwar in seinem Namen geschrieben ist, sein Bruder aber die leitende Stelle bei den Versuchen gehabt und alle mechanischen Vorrichtungen ersonnen hat. Der zweite dieser Berichte (1882), also Nr. 14 des bandes, ist vorzugsweise historisch, enthält aber eine Untersuchung der Resultate, die man von der variierenden elastischen Biegung des Bodens unter variierenden darauf liegenden Gewichten erwarten darf.
      0 references

      Identifiers