\textit{Albert Girard} und die \textit{Waring}sche Formel. (Q1494567)

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scientific article; zbMATH DE number 2643017
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    \textit{Albert Girard} und die \textit{Waring}sche Formel.
    scientific article; zbMATH DE number 2643017

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      \textit{Albert Girard} und die \textit{Waring}sche Formel. (English)
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      1907
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      Die Formel \[ s_{k}=h\sum_{r}(-1)^{r}\frac{(r-1)!}{\alpha !\beta !\gamma ! \delta !\dots}\;A_{1}^{\alpha} A_{2}^{\beta} A_{3}^{\gamma} A_{4}^{\delta}\cdots, \] als Auflösung der \textit{Newton}schen Formeln zwischen den Koeffizienten \(A_{r}\) und den Poetenzsummen \(s_{r}\) der Wurzeln einer algebraischen Gleichung, rührt von Waring (Meditationes algebraicae) her und ist bisher mit Recht die \textit{Waring}sche Formel genannt worden. Die Bezeichnung ``\textit{Girard}sche Formel'', welche \textit{Vahlen} (Enzyklop. d. math. Wiss. I, 451) gebraucht, ist ungerechtfertigt, wie sich aus dem Wortlaut des betreffenden Abschnittes der Invention nouvelle en l'algèbre \textit{Girards} ergibt. In einer ``Schlußbemerkung'' erwähnt \textit{Saalschütz}, daß\ die von \textit{Girard} betonte Gleichheit der ``Faktionen'' mit den Koeffizienten der Gleichung von \textit{Viète} (De emendatione aequationum, 1615) herrührt. \textit{Girard} geht merklich über \textit{Viète} hinaus, indem er (natürlich ohne Beweis) den Satz ausspricht: ``Alle algebraischen Gleichungen besitzen soviel Auflösungen, als ihr Grad beträgt, ausgenommen die unvollständigen'', d. h. mit Hinzuziehung der negativen und unmöglichen Auflösungen. Er zeigt auch, wie man bei Kenntnis \textit{einer} Wurzel den Grad der Gleichung mit Hülfe der Faktionen um eine Einheit erniedrigen kann.
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