Bemerkung zu den \textit{Sommerfeld}schen Ausführungen ``Über die Knicksicherheit der Stege von Walzwerkprofilen''. (Q1495751)

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scientific article; zbMATH DE number 2645467
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    Bemerkung zu den \textit{Sommerfeld}schen Ausführungen ``Über die Knicksicherheit der Stege von Walzwerkprofilen''.
    scientific article; zbMATH DE number 2645467

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      Bemerkung zu den \textit{Sommerfeld}schen Ausführungen ``Über die Knicksicherheit der Stege von Walzwerkprofilen''. (English)
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      1907
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      Eine zur Ausabeitung neuer Normalprofile eingesetzte Sachverständigenkommission, welche Versuche über die zulässige Verschwächung der Stege von I-Trägern anstellen ließ, hatte der rechnerischen Behandlung dieser Versuche die \textit{Euler}sche Formel für die Knickung eines an den Enden frei drehbar gestützten Stabes zugrunde gelegt. Zum Ausgang einer rationelleren Behandlung des Problems nimmt \textit{Sommerfeld} die (eine zweite Approximation einschließende) Differentialgleichung für die Biegung einer ebenen Platte durch Randkräfte; ihre (im Nachtrag angegebene) allgemeine Form lautet: \[ (1) \quad \quad \varDelta\varDelta w+\sigma_{x}\;\frac{\partial^{2}w}{\partial x^{2}}+\sigma_{y}\;\frac{\partial^{2}w}{\partial y^{2}}+2\tau_{xy}\frac{\partial^{2}w}{\partial x\partial y}=0; \] für \(\sigma_{x},\sigma_{y},\tau_{xy}\) sind hierin die Werte der Normal- und Schubspannungen des \textit{ebenen} Problems einzuführen, bei dem die Platte durch die Randkräfte keine Ausbiegung, sondern nur eine Beanspruchung in ihrer Ebene erleidet. Schließt man die triviale Lösung \(w=0\) der obigen Differentialgleichung aus, so handelt es sich darum, die ausgezeichneten Lösungen, die den kritischen Werten der auftretenden Parameter, z. B. der Last, entsprechen, sowie diese kritischen Werte selbst (Knicklasten) zu bestimmen. Für den unendlichen Streifen, dessen Ränder \(y=0\) und \(y=h\) frei drehbar befestigt oder eingespannt sind, wird die entstehende verwickelte Randwertaufgabe mit Hülfe von Exponentialfunktionen gelöst unter Zugrundelegung des Ansatzes \(\sigma_{x}=\tau_{xy}=0\), \(\sigma_{y}\)=const. für \(\left| x\right|<\frac{l}{2}\) und \(=0\) für \(| x |>\frac{l}{2}\), und zwar werden speziell die Grenzfälle \(l=0\) und \(l=\infty\) behandelt. Die so ermittelten Knicklasten haben bei den Stegen der üblichen Walzwerkprofile ein Überschreiten der Fließgrenze, d. i. der Drucksicherheit, zur Voraussetzung, was durch die vom Verf. zum Vergleich angestellten Experimente bestätigt wird. Nun stellt allerdings, abgesehen vom Fall \(l=\infty\), der eben erwähnte Ansatz für \(\sigma_x,\sigma_y, \tau_{xy}\) keine mögliche Lösung des vorhin genannten ebenen Problems dar, wie der Verf. in dem Nachtrage bemerkt. Man übersieht aber, daß\ den ins Auge gefaßten Belastungen tatsächlich eine günstigere Spannungsverteilung als die hier angesetzte entspricht, daß\ also die wirklichen Knicklasten höher ausfallen, als die hier errechneten. Der Verf. bestimmt dann noch mit Hülfe einer \textit{Airy}schen Funktion die tatsächlichen Spannungen \(\sigma_{x},\sigma_{y},\tau_{xy}\) des ebenen Problems, sowie die in der Nähe der Mittellinie \(x=0\) geltenden Näherungswerte derselben, für den besonders charakteristischen Fall zweier entgegengesetzten, in \(x=0, y=0\) oder \(y=h\) konzentrierten Lasten. Da sie aber in die Differentialgleichung (1) als variable Koeffizienten eingehen, erweist sich die genaue Lösung des Knickungsproblems als undurchführbar. In der Bemerkung von \textit{Timpe} wird ein anderer, an die Dissertation des Verf. anknüpfender Weg zur Lösung des letzgenannten speziellen ebenen Problems mittels \textit{Fourier}scher Reihen angegeben und ein Verfahren zur Behandlung desselben Problems mittels sukzessiver Approximation angedeutet.
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