Paradoxien der Mengenlehre. (Q1496472)
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scientific article; zbMATH DE number 2646348
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Paradoxien der Mengenlehre. |
scientific article; zbMATH DE number 2646348 |
Statements
Paradoxien der Mengenlehre. (English)
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1906
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Die beiden Arbeiten sind Glieder in der langen Kette von Erörterungen über das \textit{Russell}sche Paradoxon von der Menge \(M\) aller Mengen, die sich selbst nicht als Element enthalten, und das Paradoxon von der Menge \(W\) aller wohlgeordneten Mengen. \textit{Schoenflies} zieht aus dem ersten Paradoxon den Schluß, daß die Menge \(\mathfrak M\), und aus dem zweiten den Schluß, daß die Vereinigungsmenge \((W,m)\), wo \(m\) hinter \(W\) geordnet ist, nicht widerspruchsfrei ist. Begriffe aber, die nicht widerspruchsfrei sind, können weder Gegenstand, noch Hülfsmittel wissenschaftlicher Betrachtung sein. So kann auch z. B. das ``All'' nicht Gegenstand logischer Operationen sein. Den letzten Teil der Arbeit bildet der Nachweis, daß, selbst wenn in einer abzählbaren Menge von Dingen ein Schluß von jedem \(\nu\) auf das folgende \(\nu +1\) ausgedehnt werden darf, nicht ohne weiteres die Möglichkeit des Schlusses von \(\{\nu\}\) auf \(\omega\) feststeht. \textit{Korselt} verficht demgegenüber die entgegengesetzte Ansicht, daß auch Begriffe, für die der Satz des Wiederspruchs versagt, Gegenstand der Betrachtung sein können, daß man ferner ohne den Begriff des ``All'' und der ``Allheit von Dingen'' nicht auskommen könne. Dagegen bedürfe es einer Definition der Kardinalzahl nach dem Vorschlage \textit{Russells}: Anzahl der Menge \(a\) heißt die Allheit der Mengen, die ``gleiche Anzahl mit \(a\) haben.'' Die Ansichten von \textit{Schoenflies} sind auch von \textit{G. Hessenberg}, Grundbegriffe der Mengenlehre [Göttingen 1906. S. 144, 146 (630, 632)] und neuerdings in Deutsche Math. Ver. 17, 145 (1908) einer Kritik unterzogen worden.
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