Über Reduktion von Gleichungen durch Adjunktion. (Q1496554)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2646454
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Über Reduktion von Gleichungen durch Adjunktion.
    scientific article; zbMATH DE number 2646454

      Statements

      Über Reduktion von Gleichungen durch Adjunktion. (English)
      0 references
      0 references
      1906
      0 references
      Frühere Untersuchungen von \textit{Dedekind}, die bisher nur kurz und abrißweise bekannt geworden sind (F. d. M. 25, 307, 1895, JFM 25.0307.01), werden hier ausführlich begründet. Zwei irreduktible Gleichungen \(A(x)=0\) und \(B(x)=0\) wirken bei ihrer gegenseitigen Adjunktion so aufeinander ein, daß sie in die gleiche Anzahl \(k\) von irreduktibeln Faktoren zerfallen, deren Gradzahlen einander proportional sind. Wenn man aus ihren \textit{Galois}schen Körpern den Körper \(G\) bildet mit der Gruppe \({\mathfrak R}\), und wenn \({\mathfrak U}\) und \({\mathfrak B}\) dann die zu einer Wurzel \(\alpha\) von \(A(x)=0\), \(\beta\) von \(B(x)=0\) gehörigen Untergruppen sind, so ist \(k\) die Ordnungszahl von \({\mathfrak R}\) nach dem ``Doppelmodul \(\mathfrak{U, B}\)''. Sie ändert sich nicht, wenn \({\mathfrak U}\) und \({\mathfrak B}\) vertauscht oder durch konjugierte Gruppen ersetzt werden. Wird \({\mathfrak R}\) nach \(\mathfrak{ U, B}\) durch \(\mathfrak R=\mathfrak{UB}+\mathfrak{ Ug}_1\mathfrak B+\dotsm +\mathfrak{ Ug}_{k-1}{\mathfrak B}\) dargestellt, und bedeutet \({\mathfrak D}_k\) den Durchschnitt von \(\mathfrak g^{-1}\mathfrak{Ug}_{k-1}\) und \({\mathfrak B}\), so lassen sich die beiden letzteren Gruppen in folgender Weise zerlegen: \[ \mathfrak B=\mathfrak D_{\chi}+\mathfrak D_{\chi}b_{\chi}^{(1)}+\mathfrak D_{\chi}b_{\chi}^{(2)}+\dotsm +\mathfrak D_{\chi}^{(\mu_{\chi}-1)}, \] \[ \mathfrak g_{\chi}^{-1}\mathfrak{Ug}_{\chi}=\mathfrak D_{\chi}+a^{(1)}\mathfrak D_{\chi}+a_{\chi}^{(2)}\mathfrak D_{\chi} +\dotsm +a_{\chi}^{(\nu_{\chi}-1)}\mathfrak D_{\chi}. \] Dann läßt sich der Komplex \(\mathfrak {Ug}_{\chi}\mathfrak B\) in der Form \[ \mathfrak {Ug}_{\chi}\mathfrak B=\mathfrak g_{\chi}\sum a_{\chi}^{(g)} {\mathfrak D_{\chi}\mathfrak b}_{\chi}^{(h)}={\mathfrak g_{\chi}}\sum_g {\mathfrak a}_{\chi}^{(g)} {\mathfrak B} = \sum_h {\mathfrak Ug_{\chi}b}_{\chi}^{(h)} \] darstellen. Wenn \(A_{\chi}(x,\beta )\) nach Adjunktion von \(\beta\) der Faktor von \(A(x)\) mit der Wurzel \(\alpha |{\mathfrak g}_{\chi}\) ist, so entstehen die übrigen aus ihr durch die Substitution \({\mathfrak b}_{\chi}^{(1)},{\mathfrak b}_{\chi}^{(2)},\dots ,{\mathfrak b}_{\chi}^{(\mu -1)}\), woraus dann das übrige abgeleitet werden kann. Durch Spezialisierung ergibt sich die notwendige und hinreichende Bedingung dafür, daß einer Untergruppe \({\mathfrak U}\) vom Index \(m\) in \({\mathfrak R}\) eine mehrfach intransitive Vertauschungsgruppe von \(m\) Elementen entspricht. Sie muß von ihren sämtlichen Untergruppen verschieden sein, und irgend zwei von ihnen müssen einen größten, gemeinschaftlichen Teiler vom Index \(m-1\) haben. Die Untersuchungen werden dann auf die Zerlegung einer Primzahl \(\mu\) in Primideale in einem beliebigen Unterkörper \(A\) eines \textit{Galois}schen Körpers \(G\) angewandt. Ist \({\mathfrak U}\) die zu \(A\) gehörige Gruppe, \(P\) ein Primideal in \(G\) mit der Zerlegungsgruppe \({\mathfrak Z}\) und der Trägheitsgruppe \({\mathfrak T}\) in der \textit{Hilbert}schen Terminologie, \({\mathfrak D}\) der Durchschnitt von \({\mathfrak U}\) und \({\mathfrak Z}\), \({\mathfrak S}\) der Durchschnitt von \({\mathfrak D}\) und \({\mathfrak T}\), bedeuten 1, \({\mathfrak a}^{(1)},{\mathfrak a}^{(2)},\dotsm ,{\mathfrak a}^{(\nu -1)}\) ein vollständiges System konjugierter Elemente von \({\mathfrak U}\) in bezug auf \({\mathfrak D}\), so ist das durch \(P\) teilbare Primideal \(\varPi\) in \(A\) durch die Formel gegeben: \[ \varPi =[P\cdot P|{\mathfrak a}^{(1)}\dotsm P|{\mathfrak a}^{(\nu -1)}]^s. \] Eine ganz ähnliche ausführliche Ableitung dieses zuerst von \textit{Dedekind} ganz kurz angegebenen Resultats hat übrigens schon \textit{Bachmann} im Band V seiner Zahlentheorie (Allgemeine Arithmetik der Zahlenkörper, S. 488-499, 1905) gegeben, was dem Verf. offenbar entgangen ist.
      0 references

      Identifiers