The geometry of differential elements of the second order with respect to the group of all point transformations. (Q1496652)

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scientific article; zbMATH DE number 2646563
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    The geometry of differential elements of the second order with respect to the group of all point transformations.
    scientific article; zbMATH DE number 2646563

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      The geometry of differential elements of the second order with respect to the group of all point transformations. (English)
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      1906
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      Das einfachste Beispiel einer durch eine beliebige Punkttransformation der Ebene ungeändert bleibenden Größe wird wohl gegeben durch das Doppelverhältnis der vier Tangenten von vier durch denselben Punkt laufenden Kurven. Werden nämlich die Punktkoordinaten \(x,y\) der Transformation \((1)\;X=\varphi (x,y),\; Y=\psi (x,y)\) unterworfen, so besteht die projektive Beziehung \((2)\; Y'=\frac {\psi_x+y'\psi_y}{\varphi_x+y'\varphi_y}\), wo der Akzent die totale, dagegen die Indizes \(x,y\) die bezüglichen partiellen Ableitungen angeben. Der Verf. behandelt absolute Invarianten, die sich sowohl auf die Richtungen von Kurven durch einen Punkt beziehen, wie auf die Krümmung daselbst, mit andern Worten, Invarianten von Differentialelementen der (ersten und) zweiten Ordnung. Die Transformationen von \(y',y''\) sind nicht mehr linear, sondern vom dritten Grade und geben Veranlasseung zu einer achtgliedrigen Gruppe \(G_8\), deren Invarianten durch die infinitesimalen Transformationen der Gruppe erzeugt werden. Diese Invarianten lassen sich aber auch auf einem zweiten, instruktiveren Wege gewinnen, auf Grund einer fundamentalen Beziehung zwischen der Geometrie der in Rede stehenden Differentialelemente gegenüber beliebigen Punkttransformationen und der projektiven Geometrie im Raume von vier Dimensionen. Diese Beziehung vermittelt zugleich eine sachgemäße Klassifikation der Differentialgleichungen zweiter Ordnung und führt überdies zu einer geometrischen Deutung der neuen Invarianten. Am Schlusse werden im besonderen die Invarianten gegenüber konformen Transformationen untersucht. Setzt man \(u=y',\; v=y'';\; U=Y',\; V=Y''\), und bedeuten \(a,b,c,d\) und \(\alpha ,\beta ,\gamma ,\delta\) die ersten, bzw. zweiten Ableitungen von \(\varphi\) und \(\psi\), so liefert eine Punkttransformation für das ``Bündel'' der \(\infty^2\) Differentialelemente zweiter Ordnung in einem gegebenen Punkte die Relationen \[ (3)\quad U=\frac {au+b}{cu+d}, V=\frac {\alpha +\beta u+\gamma u^2+\delta u^3+(ad-bc)v}{(cu+d)^3}. \] Diese Gleichugnen stellen, falls man die \(a,b,s,d,\alpha ,\beta ,\gamma ,\delta\) als willkürliche und wesentliche Parameter auffaßt, die kontinuierliche Gruppe \(G_8\) dar, das Bild der unendlichen Gruppe beliebiger Punkttransformationen. Die acht erzeugenden infinitesimalen Transformationen der \(G_8\) sind \[ (4)\quad\frac {\partial}{\partial u},\;\frac {\partial}{\partial v},\;u \frac {\partial}{\partial u},\;v\frac {\partial}{\partial v},\;u^2\frac {\partial}{\partial u}+3uv\frac {\partial}{\partial v},\;u^2\frac {\partial}{\partial v},\;u^3\frac {\partial}{\partial v}. \] Bemerkt man, daß Zähler und Nenner von \(V\) (3) linear sind in \(u,u^2,u^3,v\), so wird man jedes Element \((u,v)\) des Bündels durch einen Punkt im \(R_4\) abbilden mit den homogenen Koordinaten (5) \(z_1:z_2:z_3:z_4:z_5=1:u:u^2:u^3:v\). Die dem Bündel entsprechenden Punkte des \(R_4\) erfüllen dann die durch die Gleichungen (6) \(z_1z_3-z_2^2=0,\; z_2z_3-z_1z_4=0,\; z_3^2-z_2z_4=0\) bestimmte Mannigfaltigkeit, einen kubischen Kegel \(S_3\) mit der Spitze in \((0,0,0,0,1)\). Die Transformation (3) setzt sich demgemäß um in eine lineare homogene (Kollineation) der \(z\), welche die kubische Fläche \(S_3\) invariant läßt. Die Geometrie der \(\infty^2\) Differentialelemente der zweiten Ordnung in der Ebene hinsichtlich einer beliebigen Punkttransformation ist daher äquivalent mit der projektiven Geometrie eines kubischen Kegels in einem Raume \(S_4\) von vier Dimensionen. Die Klassifikation der in \(u=y'\), \(v=y''\) algebraischen Differentialgleichungen zweiter Ordnung richtet sich nach dem Grade der entsprechenden Gleichung in den \(z\), der der ``Rang'' der Differentialgleichung heißt. So korrespondiert einer linearen Gleichung in den \(z\) die Differentialgleichung vom Typus \(Ey''=Ay^{'3}+By^{'2}+Cy'+D\), der von \textit{Lie, R. Liouville} und \textit{Tresse} untersucht worden ist und unter anderem die Differentialgleichung für die geodätischen Linien auf einer Fläche umfaßt. Allgemein bleibt der Rang invariant gegenüber einer beliebigen Punkttransformation. Damit zwei Differentialgleichungen der zweiten Ordnung gegenüber einer Punkttransformation äquivalent sind, ist \textit{notwendig}, daß die entsprechenden Kurven auf dem Fundamentalkegel des \(R_4\) projektiv äquivalent sind. Für irgendein Element \((u,v)\) wird jetzt der Krümmungsmittelpunkt \(x_0=-\frac {u(1+u^2)}v,\; y_0=\frac {1+u^2}v\) eingeführt. Der Gruppe der Punkttransformationen, angewendet auf (3), entspricht für die Krümmungsmittelpunkte eine Gruppe kubischer \textit{Cremona}-Transformationen. Für den Rang 1 ergibt sich so, daß bei einer eineindeutigen Abbildung einer Fläche auf eine Ebene die Geodätischen durch einen Punkt sich abbilden auf Kurven, deren Krümmungsmittelpunkte bez. des gemeinsamen Punktes auf einer gewissen kubischen Kurve liegen. Die Untersuchung dehnt sich nunmehr auf irgendeine Anzahl \(n\) von Elementen \((u_i,v_i)\) aus. Eine Funktion dieser \(2n\) willkürlichen Argumente ist eine absolute Invariante gegenüber allen Punkttransformationen, wenn sie die Gruppe \(G_8\) zuläßt oder, was dasselbe ist, deren acht infinitesimale Transformationen. Die so entstehenden acht partiellen Differentialgleichungen werden sukzessive integriert, indem jeweils immer neue, aus den Differenzen der \(u\) und der \(v\) gebildete Argumente eingeführt werden. Es ergibt sich: Alle (absoluten) Invarianten von \(n\) beliebigen Differentialelementen zweiter Ordnung \((u_i,v_i)\), gegenüber der unendlichen Gruppe der Punkttransformationen, drücken sich als Funktionen von \(2n-8\) Invarianten aus. Letztere zerlegen sich in \(n-3\) Doppelverhältnisse der \(n\) Elementrichtungen und \(n-5\) weitere, die von den Krümmungen abhängen. Im besondern sind alle rationalen Invarianten der \(n\) Elemente rationale Funktionender \(2n-8\) Fundamentalinvarianten. Für die erhaltenen absoluten Invarianten findet sich wiederum eine geeignete geometrische Deutung bei Heranziehung der korrespondierenden projektiven Geometrie des \(R_4\). Man hat dann nur die Invarianten von Punkten auf dem Kegel \(S_3\) gegenüber der zugehörigen speziellen Kollineationsgruppe aufzustellen. Diese lassen sich dann wieder auf die Ebene übertragen. Zum Schlusse werden die konformen Punkttransformationen, die eine viergliedrige Untergruppe \(G_4\) der \(G_8\) ausmachen, nebst ihren Invarianten untersucht. An Stelle der kubischen Transformationen der \((x_0,y_0)\) des allgemeinen Falles treten jetzt lineare: die Gruppe desselben besteht aus denjenigen Kollineationen der Ebene, die den Ursprung \(O\) und die durch ihn gehenden Minimalgeraden invariant lassen. Damit entsprechen den \(\infty^2\) Differentialelementen \((u,v)\) die \(\infty^2\) Geraden der Ebene: jedem Element \((u,v)\) entspricht die Polare seines Krümmungsmittelpunktes in bezug auf den Einheitskreis.
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