Area of curved surfaces. (Q1497044)
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scientific article; zbMATH DE number 2647132
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | Area of curved surfaces. |
scientific article; zbMATH DE number 2647132 |
Statements
Area of curved surfaces. (English)
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1906
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Die Fläche \(S\) sei durch die Gleichungen \(x=f(u,v)\), \(y=g(u,v)\), \(z=h(u,v)\) definiert, wobei \(f,g,h\) eindeutige stetige Funktionen in dem beschränkten Gebiet \(\mathfrak U\) sind. Zur Definition des Inhalts von \(S\) benutzt \textit{Stolz} eine Teilung der \((u,v)\)-Ebene in Rechtecke (durch Parallelen zu den Achsen). In jedem dieser Rechtecke wird eine Diagonale gezogen, so daß eine Teilung \(D\) in rechtwinklige Dreiecke entsteht. Es werden nun diejenigen Dreiecke \(t_k\) betrachtet, deren Ecken in \(\mathfrak U\) liegen. Ihnen entsprechen Dreiecke \(\tau_k\), deren Ecken auf \(S\) liegen. Ihre Summe wird mit \(S_D\) bezeichnet, und der Flächeninhalt von \(S\) ergibt sich durch den bekannten Grenzübergang. Haben \(f,g,h\) in \(\mathfrak U\) stetige erste Ableitungen, so existiert \(\lim S_D\), und man findet \[ (1)\quad \lim S_D=\int_{\mathfrak U}\sqrt{A^2+B^2+C^2}dudv, \] wo \(A,B,C\) die Determinanten der Matrix \[ \begin{vmatrix} x_u & y_u & z_u \\ x_v & y_v & z_v \end{vmatrix} \] sind. \textit{Stolz} hat die Gültigkeit von (1) auch für gewisse Fälle bewiesen, in denen Unstetigkeit der Ableitungen auftreten. Es liegt nahe, bei der \textit{Stolz}schen Definition die Teilung in rechtwinklige Dreiecke durch eine Teilung in \textit{beliebige} Dreiecke zu ersetzen. Wenn sich jedes Dreieck einer solchen Teilung in ein Quadrat von der Seitenlänge \(d\) einschließen läßt, spricht Verf. von einer Dreiecksteilung der Norm \(d\). Der Flächeninhalt von \(S\) wird gleich \(\lim_{d=0} S_D\) gesetzt. In dieser Allgemeinheit ist aber, wie zuerst \textit{H. A. Schwarz} bemerkt hat, mit der Definition nichts anzufangen. Es bedarf einer einschränkenden Bedingung. Eine solche führte \textit{Hölder} (in seiner Dissertation ``Beiträge zur Potentialtheorie'' 1882) ein, indem er forderte, daß bei den benutzten Dreiecksteilungen kein Dreieckswinkel größer als \(\pi-\varepsilon\) ist (\(\varepsilon\) eine positive Größe). Verf. benutzt eine andere Einschränkung als \textit{Hölder}. Er nennt eine Teilung \textit{regulär}, wenn die Ebenen der Dreiecke \(\tau_k\) \textit{gleichmäßig} nach Tangentialebenen konvergieren, und beweist folgenden Satz: \(x,y,z\) seien in \(\mathfrak U\) total differenzierbare Funktionen von \(u,v\). Ferner bleibe \(A^2+B^2+C^2\) größer als eine positive Zahl und sei in \(\mathfrak U\) beschränkt und integrierbar. Dann ist \[ \lim_{d=0}S_D=\int_{\mathfrak U}\sqrt{A^2+B^2+C^2}dudv, \] wobei \(D\) eine reguläre Teilung bedeutet. Diesen Grenzwert kann man als den Inhalt von \(S\) definieren. Verf. betrachtet auch irreguläre Flächen, d. h. solche, wo in gewissen Punkten nicht alle ersten Ableitungen von \(f,g,h\) existieren. Hierbei erweist es sich als nützlich, die \textit{Hölder}sche und die \textit{Pierpont}sche Einschränkung zu kombinieren, also sozusagen \textit{reguläre Hölder}sche Teilungen anzuwenden. In manchen Fällen kommt man aber, wie zu erwarten ist, auch damit nicht aus.
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