Gewöhnliche Differentialgleichungen höherer Ordnung in ihrer Beziehung zu den Integralgleichungen. (Q1497110)
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scientific article; zbMATH DE number 2647200
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Gewöhnliche Differentialgleichungen höherer Ordnung in ihrer Beziehung zu den Integralgleichungen. |
scientific article; zbMATH DE number 2647200 |
Statements
Gewöhnliche Differentialgleichungen höherer Ordnung in ihrer Beziehung zu den Integralgleichungen. (English)
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1906
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Bei seinen Untersuchungen über Entwicklungen willkürlicher Funktionen in Reihen, die nach den Eigenfunktionen eines symmetrischen Kerns \(K(s,t)\) fortschreiten, hatte \textit{Hilbert} Systeme von Eigenfunktionen betrachtet, die, wie die trigonometrischen, die \textit{Bessel}schen, die \textit{Legendre}schen, \textit{Lamé}schen und \textit{Sturm}schen Funktionen, einer homogenen, linearen, sich selbst adjungierten Differentialgleichung zweiter Ordnung \[ \frac d{dx} \left( p\frac {du}{dx}\right) +(q+\lambda )u=0 \] für die Eigenwerte \(\lambda^{(h)}\) des Parameters \(\lambda\) genügen. Im Anschluß an \textit{Hilbert} beschäftigt sich \textit{Myller} in dem ersten Abschnitt seiner Dissertation mit Systemen von Eigenfunktionen, die einer homogenen, linearen, sich selbst adjungierten Differentialgleichung vierter Ordnung \[ \frac {d^2}{dx^2}\left( p\frac {d^2u}{dx^2}\right) +\frac d{dx}\left( q\frac {du}{dx}\right) +(r+\lambda )u=0 \] für die Eigenwerte \(\lambda^{(h)}\) des Parameters \(\lambda\) genügen, und zeigt, daß die Sätze von \textit{Hilbert} unter geringen Änderungen gültig bleiben; wie in dem Schlußabschnitt angedeutet wird, läßt sich auch für homogene, lineare, sich selbst adjungierte Differentialgleichungen beliebiger gerader Ordnung die Übertragung der \textit{Hilbert}schen Theoreme ohne Schwierigkeit durchführen. Der zweite Abschnitt der Dissertation bezieht sich auf Entwicklungen, die nach den Lösungen der Differentialgleichung \[ \frac {d^2}{dx^2}\left( B(x)\frac {d^2u}{dx^2}\right) -\lambda A(x)u=0 \] für die Eigenwerte \(\lambda^{(h)}\) des Parameters \(\lambda\) fortschreiten. Diese Entwicklungen finden Anwendung bei dem Problem der Transversalschwingungen eines elastischen Stabes, das zuerst Lord \textit{Rayleigh} behandelt hatte und das dann Gegenstand der Untersuchungen von \textit{A. Davidoglou} (F. d. M. 31, 769, 1900, JFM 31.0769.01) und \textit{Westfall} (Diss. Göttingen 1905) gewesen war. Ist der Stab homogen, so wird \(A=B=1\), und man gelangt zu der Differentialgleichung \[ \frac {d^4u}{dx^4}-\lambda u=0, \] auf die sich die Sätze des ersten Abschnittes anwenden lassen; die Eigenfunktionen, von denen dort nur die Existenz nachgewiesen werden konnte, lassen sich hier durch bekannte transzendente Funktionen ausdrücken. Es folgen noch Bemerkungen über den Fall des spitzen Stabes, den \textit{Kirchhoff} untersucht hatte, und bei dem \[ A(x)=x,\quad B(x)=x^3 \] zu setzen ist.
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