Œuvres de Laguerre publiées sous les auspices de l'Académie des sciences, par MM. Ch. Hermite, H. Poincaré et E. Rouché, Members de l'Institut. Tome II. Géométrie. (Q1497984)
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scientific article; zbMATH DE number 2649318
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| English | Œuvres de Laguerre publiées sous les auspices de l'Académie des sciences, par MM. Ch. Hermite, H. Poincaré et E. Rouché, Members de l'Institut. Tome II. Géométrie. |
scientific article; zbMATH DE number 2649318 |
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Œuvres de Laguerre publiées sous les auspices de l'Académie des sciences, par MM. Ch. Hermite, H. Poincaré et E. Rouché, Members de l'Institut. Tome II. Géométrie. (English)
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1905
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Der erste Band der gesammelten Schriften Laguerres ist 1898 erschienen [JFM 29.0009.04]. Während dort versucht ist, die Artikel gruppenweise nach ihrem Inhalte zu ordnen, ist in dem gegenwärtigen Schlußbande die chronologische Folge der Veröffentlichung festgehalten. Als letzte Nummer erscheint ein Aufsatz ``Sur la réduction en fractions continues d'une fraction qui satisfait à une équation différentielle linéaire du premier ordre dont les coefficients sont rationnels'', der schon im ersten Bande hätte abgedruckt werden sollen. Da die Gesamtzahl der Titel aller Aufsätze in beiden Bänden 151 beträgt, von denen 83 auf den zweiten Band entfallen, ist das von Rouché in dem Nekrologe (1887; JFM 19.0021.02) angegebene Verzeichnis, das auch sonst manche Fehler aufweist, um 18 Nummern zu vermehren. Zur rascheren Auffindung einer gesuchten Arbeit wäre ein besser geordnetes Gesamtregister wünschenswert gewesen. Die Abwesenheit jeder Bemerkung über einen Plan der Herausgabe läßt vermuten, daß Rouché, der doch wohl die eigentliche Arbeit der Veröffentlichung geleistet hat, ohne Aufstellung einer innezuhaltenden Reihenfolge den Druck des ersten Bandes begonnen hat, wo eine Abhandlung aus 1883 die Reihe der algebraischen Aufsätze eröffnet und dahinter Noten aus 1874 folgen. Die Jugendarbeiten Laguerres über die projektivische Deutung des Winkelmaßes, geschrieben vor dem Eintritt in die École polytechnique 1852 und als bedeutsame Entdeckung auf dem Gebiete der Geometrie des Maßes bis auf den heutigen Tag betrachtet, stehen als einsame, bei ihrem Erscheinen in Nouv. Ann. 1 wenig beachtete Zeichen eines hohen mathematischen Talentes an der Spitze der geometrischen Arbeiten des zweiten Bandes. Nach zwölfjähriger Pause, herbeigeführt durch die Pflichten des Artillerieoffiziers im praktischen Dienste, erschienen dann in kurzen Zwischenräumen während der 21 verbleibenden Lebensjahre die Früchte der stillen Tätigkeit des Forschers, dessen Geist inzwischen nicht gerastet hatte. Wie in den ersten Untersuchungen die Theorie des Imaginären in der Geometrie den Antrieb zur allgemeinen Auffassung des Winkelbegriffes geführt hatte, so blieb in einer Reihe geometrischer Artikel diese Theorie die Quelle, aus der von neuem geschöpft wurde. Die Erkenntnis der wichtigen Rolle des Inhaltes eines sphärischen Dreiecks in der Kugelgeometrie und die Ausdehnung der Theorie der Brennpunkte auf alle algebraischen Kurven nach der Art der Plückerschen Auffassung waren Früchte solcher Betrachtungen. Mit der analytischen Auffassung projektiver Beziehungen hängt die Anwendung der Theorie der homogenen Formen und ihrer Invarianten auf die Untersuchung der algebraischen Kurven und Oberflächen eng zusammen. In dieser Richtung bewegen sich viele Arbeiten, deren Zusammengehörigkeit durch die chronologische Anordnung in die Augen springt. Außer der algebraischen Geometrie wird aber auch die infinitesimale nicht vernachlässigt; wir erwähnen die Untersuchungen über die geodätischen Linien und über die Krümmung der anallagmatischen Oberflächen. Die Anwendungen der elliptischen und hyperelliptischen Funktionen auf die Geometrie zeigen Laguerre als vielseitig gebildeten Mathematiker, der mit großer Leichtigkeit aus dem einen Gebiete in ein anderes sich versetzen konnte. Bei dieser summarischen Übersicht der Leistungen Laguerres in den einzelnen Zweigen der Geometrie ist es nur möglich, Gesichtspunkte hervorzuheben, unter denen sich gewisse Gruppen der vielen ungemein knapp gefaßten Noten betrachten lassen. Besonders hervorzuheben sind diejenigen Arbeiten, welche der ``Geometrie der Richtung'' (Géométrie de direction) gewidmet sind, wo der Verf. die beiden Halbgeraden einer Geraden und die beiden ``Zykel'' eines Kreises unterscheidet. Da alle bezüglichen Aufsätze im Jahrbuche besprochen sind, bedarf es nur dieses nachdrücklichen Hinweises, um auf Laguerres eigentümliche analytisch-geometrische Überlegungen von neuem aufmerksam zu machen, durch welche dieser Geometer, wie Darboux in seiner Anzeige des vorliegenden Bandes bemerkt [Darboux Bull. (2) 29, 160 (1905)], die bezüglichen Arbeiten von Ribaucour und Lie in selbständiger Weise weitergebildet und fruchtbar gemacht hat. Wir schließen mit den Worten von Darboux am Ende seines Referates: ``Man kann die Lektüre dieser Werke Laguerres nicht genug empfehlen. In ihnen ist nichts banal; alles trägt den Stempel tiefen Nachdenkens. Die neuen Ansichten bieten sich überreichlich; die scharfsinnigsten und gewähltesten Anwendungen sind so geartet, daß\ sie den Leser interessieren und ihm Anregung zu neuen Forschungen geben.''
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