Les sources des Théories physiques. Les origines de la statique. Tome premier. (Q1498147)

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scientific article; zbMATH DE number 2649501
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    Les sources des Théories physiques. Les origines de la statique. Tome premier.
    scientific article; zbMATH DE number 2649501

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      Les sources des Théories physiques. Les origines de la statique. Tome premier. (English)
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      1905
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      Das ungemein interessante Werk (abgesehen von den letzten 8 Seiten ein Abdruck aus Rev. des qu. scient. (3) \textit{4}, 462-516, 1903; (3) \textit{5}, 560-596, 1904; (3) \textit{6}, 9-66, 394-473, 1904; (3) \textit{7}, 96-149, 1905) ist in 14 Kapitel geteilt, denen drei Noten folgen. Die einzelnen Kapitel sind betitelt: I. \textit{Aristoteles} und \textit{Archimedes}. II. \textit{Lionardo da Vinci}. III. \textit{Hieronymus Cardanus}. IV. Die Unmöglichkeit der unaufhörlichen Bewegung. V. Die Alexandrischen Quellen der Statik des Mittelalters. VI. Die Statik des Mittelalters. \textit{Jordanus Nemorarius}. VII. Die Schule des \textit{Jordanus}. VIII. Die Statik des Mittelalters und \textit{Lionardo da Vinci}. IX. Die Schule des \textit{Jordanus} im XVI. Jahrhundert. X. Die Reaktion gegen \textit{Jordanus. Guido Ubaldo. Benedetti}. XI. \textit{Galileo Galilei}. XII. \textit{Simon Stevin}. XIII. Die französische Statik. \textit{Roberval}. XIV. \textit{René Descartes}. Da \textit{Moritz Cantor} in seinem Vorlesungen über Geschichte der Mathematik die angewandte Mathematik ausgeschlossen hat, so fehlt zurzeit eine zusammenhängende Darstellung der Geschichte der Mechanik. \textit{Duhem} liefert in dem vorliegenden Bande einen Beitrag hierzu und zeigt, daß\ auch auf diesem Gebiete viel Früchte dem historischen Forscher winken. ``Nicht nur hatte das Mittelalter des Okzidents teils direkt, teils durch die Vermittlung der Araber die Überlieferung mancher hellenischen Theorien bezüglich des Hebels und der römischen Wage erhalten, sondern seine eigene intellektuelle Tätigkeit hatte eine vom Altertum nicht geahnte, selbständige Statik hervorgebracht. Seit dem Beginne des 13. Jahrhunderts, vielleicht noch früher, hatte \textit{Jordanus Nemorarius} das Hebelgesetz aus dem folgenden Postulate hergeleitet: Man braucht dieselbe Kraft, um verschiedene Gewichte zu heben, wenn die Gewichte in umgekehrten Verhältnisse der durchmessenen Wege stehen.'' ``Der Gedanke, dessen erster Ansatz in dem Tractatus von \textit{Jordanus} sich vorfand, war kraft einer stetigen Entwicklung durch die Schriften der Schüler des \textit{Jordanus} hindurch gewachsen, ferner durch die von \textit{Lionardo da Vinci, Cardano, Roberval, Descartes, Wallis}, um seine vollkommene Gestalt in dem Briefe von \textit{Joh. Bernoulli} an \textit{Varignon} zu erhalten, in der Mécanique analytique von \textit{Lagrange}, in dem Lebenswerk von \textit{Willard Gibbs}. Die Wissenschaft, auf die wir heute mit Recht so stolz sind, floß\ nach einer Entfaltung, deren stufenmäßige Gestalten anzugeben uns vergönnt war, aus der Wissenschaft, deren Geburt um das Jahr 1200 erfolgte . . . . . Die vermeintlichen geistigen Umwälzungen sind zumeist nur langsame Entfaltungen aus langer Vorbereitungszeit gewesen, die sogenannten Wiederbelebungen oft nur ungerechte und unfruchtbare Reaktionen. Die Achtung vor dem Überlieferten ist eine wesentliche Bedingung des wissenschaftlichen Fortschrittes.'' Das Buch trägt auf dem Titel die Überschrift: ``Les sources des théories physiques.'' Hoffen wir, daß\ die zu erwartenden folgenden Bände ebenso reiche Belehrung bringen, und daß\ auch andere Forscher sich bemühen, unsere Kenntnisse über das als dunkel verschrieene und verkannte Mittelalter zu vermehren.
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