Sulla teoria dei gruppi discontinui. (Q1500944)

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scientific article; zbMATH DE number 2649881
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    Sulla teoria dei gruppi discontinui.
    scientific article; zbMATH DE number 2649881

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      Sulla teoria dei gruppi discontinui. (English)
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      1904
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      Diese Arbeit ist eine Weiterführung einer früheren des Verf. (F. d. M. \textit{34}, 126, 1903, JFM 34.0126.02). Es handelt sich um diskontinuierliche Gruppen (d. h. solche ohne infinitesimale Transformationen) von Projektivitäten in einer und in zwei Variabeln. Über die ersteren existieren einige wichtige Theoreme, von denen zwei von \textit{Poincaré} herrühren, eines von \textit{F. Klein}, endlich ein weiteres von \textit{Hilbert} ausgesprochen und von \textit{Blumenthal} bewiesen wurde. Die beiden Theoreme von \textit{Poincaré} und das von \textit{Hilbert-Blumenthal} wurden vom Verf. in der erwähnten Abhandlung durch ein allgemeineres umfaßt: ``Eine diskontinuierliche Gruppe \(G\) von reellen (komplexen) Projektivitäten, die eine quadratische (\textit{Hermite}sche) Form in sich überführen, wirkt in eigentlich diskontinuierlicher Weise auf die reellen (komplexen) Punkte eines geeigneten Bereiches des umgebenden Raumes.'' Dieser Satz läßt sich übrigens auf Systeme von quadratischen, resp. \textit{Hermite}schen Formen ausdehnen. Hieraus folgt weiter: Wenn eine Gruppe von Bewegungen in einem euklidischen oder nichteuklidischen Raume von \(n\) Dimensionen, die durch eine quadratische Form definiert sind, diskontinuierlich ist, so ist sie auch eigentlich diskontinuierlich. Ferner entspricht jeder Gruppe \(G\) eine Metrik, die durch eine positive quadratische Differentialform definiert ist, die eine kontinuierliche Gruppe von Bewegungen gestattet, von der \(G\) eine diskontinuierliche Untergruppe ist. Der Verf. verfolgt in der vorliegenden Abhandlung das Ziel, alle jene mehr oder weniger vereinzelten Ergebnisse unter einem einzigen Gesichtspunkt zusammenzufassen und zugleich die Beweise so einfach wie möglich zu gestalten. Die projektiven Gruppen beziehen sich dabei auf \(n\) Variabeln. Die diskontinuierlichen Bewegungsgruppen werden für irgend eine Metrik untersucht, die durch eine beliebige (nicht nur quadratische) Differentialform definiert ist, so daß\ sie eine \textit{Lie}sche Gruppe von Bewegungen enthält. Von den allgemeinen Sätzen werden Anwendungen gemacht auf die Theorie der automorphen Funktionen, sowie auf die Äquivalenztheorie ganzer algebraischer Formen mit ganzen Koeffizienten eines beliebigen algebraischen Körpers. Die Bewegungen in einer \textit{Cayley}schen Metrik von \(n\) Dimensionen lassen sich in elliptische, parabolische, hyperbolische und loxodromische (Produkt einer elliptischen mit einer parabolischen oder hyperbolischen Bewegung) einteilen. In dem allgemeinen Falle des Verf. läßt sich diese scharfe Trennung nicht mehr aufrecht erhalten. Nach diesem Überblick gehen wir noch auf einige Einzelheiten ein. Als Ausgang dient die Reduktion einer Projektivität \(P: x_i'=\varSigma a_{ik} x_k\) auf partielle Projektivitäten der beiden Typen \(z'=\varrho z_i\), und \(z_1'=\varrho(z_1+z_2)\), \(z_2'=\varrho(z_2+z_3), \dots, z_{m-1}'=\varrho(z_{m-1}+z_m)\), \(z_m'=\varrho z_m\), die Zyklen von einer, resp. von \(m\) Variabeln heißen, mit der ``Wurzel'' \(\varrho\), die der charakteristischen Gleichung der Projektivität \(P\) genügt. Sei nun außerdem eine reelle definite Form \(V(x_1, x_2, \dots,x_n)\) vorgelegt, so gilt zunächst der Satz, daß\ die Koeffizienten einer reellen \(P\), die \(V\) in sich transformiert, sämtlich, absolut genommen, unter einer gewissen, durch \(V\) bedingten Konstante liegen. Verwandelt dagegen \(P\) die Form \(V\) in eine andere (definite) Form \(V'\) derart, daß\ sich die Koeffizienten von \(V'\) von denen von \(V\) um eine Größe unterscheiden, die unterhalb einer festen Konstante \(h\) liegt, so liegen wiederum die Koeffizienten von \(P\), absolut genommen, unter einer lediglich durch \(V\) und \(h\) bedingten andern Konstante. Hieraus läßt sich die notwendige und hinreichende Bedingung dafür entnehmen, daß\ eine Gruppe \(G\) von unimodularen Projektivitäten \(P\) diskontinuierlich ist; nach Wahl einer beliebigen positiven Zahl \(N\) darf \(G\) höchstens eine endliche Anzahl solcher Projektivitäten enthalten, deren Koeffizienten, absolut genommen, kleiner als \(N\) sind. Ist im besondern \(G\) eine Gruppe von reellen \(P\), die eine gegebene definite Form in sich überführen, so muß\ \(G\) endlich sein, d. h. nur aus einer endlichen Anzahl von \(P\) bestehen, und \(G\) ist dann zugleich eigentlich diskontinuierlich. Die Ausdehnung dieser Entwicklungen führt zu dem weiteren Satze: Läßt eine diskontinuierliche Gruppe \(G\) reeller unimodularer \(P\) ein System \(S\) definiter Formen beliebigen Grades fest, wobei irgend eine Form von \(S\) in eine andere Form von \(S\) übergehen kann, so wirkt \(G\) in eigentlich diskontinuierlicher Weise auf das Formensystem \(S\). Dieser einfache Satz umfaßt in Wirklichkeit alle früheren, und es lassen sich weitere Folgerungen von Bedeutung daraus ziehen. Es wirke unter anderem eine diskontinuierliche Gruppe \(G\) von \(P\) in einem beliebigen Raume \(\varSigma\), den man sich als einen Ort \(S\) von lauter \(F_2\) (quadratischen Gebilden) denke, und es sei \(R\) dasjenige Gebiet von \(S\), dessen Punkte Bilder von definiten quadratischen Formen in \(\varSigma\) sind. Dann ist \(G\) in \(R\) eigentlich diskontinuierlich. Und dies Ergebnis bleibt gültig, auch wenn die quadratischen (definiten) Formen ersetzt werden durch (definite) Formen beliebigen Grades. Eine besonders wichtige Anwendung liefert die Betrachtung der \textit{Hermite}schen Formen. Sei \(G\) jetzt eine diskontinuierliche Gruppe von reellen oder komplexen \(P\) gewisser Variabeln \(z\); man betrachte alle \textit{Hermite}schen Formen in den \(z\), und es sei \(S\) der Raum, dessen homogene Koordinaten der reelle und der imaginäre Teil der Koeffizienten jener Formen sind. Entspricht hierbei definiten Formen das Gebiet \(R\), so ist wiederum \(G\) in \(R\) eigentlich diskontinuierlich. Diese Sätze, denen sich noch eine große Reihe analoger anreiht, lassen die Tragweite der Untersuchungen des Verf. erkennen.
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