Über die virtuellen Verschiebungen in der Mechanik. (Q1502181)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Über die virtuellen Verschiebungen in der Mechanik. |
scientific article; zbMATH DE number 2654669
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Über die virtuellen Verschiebungen in der Mechanik. |
scientific article; zbMATH DE number 2654669 |
Statements
Über die virtuellen Verschiebungen in der Mechanik. (English)
0 references
1904
0 references
Die aus der Variationsrechnung entstammende Relation: \[ d\delta q - \delta dq = 0 \] galt in der Mechanik als das Merkmal wirklicher (holonomer) Koordinaten, während \(d\delta\vartheta - \delta d\vartheta \neq 0\) nicht-holonome (generalisierte) Koordinaten anzeigen sollte. Dagegen wird jetzt gezeigt, daß irgend eine Annahme über \(d\delta q - \delta dq\) für die Mechanik ganz unnötig ist, und daß das Kennzeichen für nicht-holonome Koordinaten \(\vartheta\) nur in der Form der Beziehung liegt, in der \(d\delta\vartheta - \delta d\vartheta\) zu den \(d\delta q - \delta dq\) stehen, falls die \(q\) wirkliche (holonome) Koordinaten sind. Um dieses zu beweisen, stellt der Verf. nach den nötigen Auseinandersetzungen über die virtuellen Verrückungen die ``allgemeine Zentralgleichung'' der Mechanik auf: \[ \frac d{dt}(\sum_\lambda J_\lambda \delta\vartheta_\lambda) = \sum_\lambda Q_\lambda \delta\vartheta_\lambda + \delta T + \sum_\lambda J_\lambda\left(\frac{d\delta\vartheta_\lambda}{dt} - \delta\frac{d\vartheta_\lambda}{dt}\right) - \sum_\lambda J_\lambda \Sigma_{\mu r} \beta_{\mu,\nu,\lambda} \delta\vartheta_\mu \frac{d\vartheta_r}{dt}. \] Dieselbe unterscheidet sich von der Lagrangeschen Zentralgleichung nur durch das Hinzutreten der beiden letzten Summen, die zusammengenommen verschwinden, wenn \(d\delta\bar x-\delta d\bar x=0\) angenommen wird. Aus dieser Gleichung werden die allgemeinen Bewegungsgleichungen gewonnen, unabhängig von jeder Annahme über \(d\delta\vartheta - \delta d\vartheta\). Dann wird ein Blick auf die Beziehungen der Mechanik zur Variationsrechnung geworfen. Die in letzter Zeit gewonnene Klarheit über das Hamiltonsche Prinzip bei nicht holonomen Bedingungsgleichungen ist von selbst da, wenn man von der Zentralgleichung aus herantritt. Endlich werden noch die Beziehungen der Mechanik zur Lieschen Gruppentheorie betrachtet; als Fortführung der in der Habilitationsschrift begonnenen Untersuchung (F. d. M. 34, 757, 1903, JFM 34.0757.06) gelingt jetzt eine neue und klarere Darstellung des Sachverhaltes.
0 references