On the discontinuous solutions in the calculus of variations. (Q1502901)
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scientific article; zbMATH DE number 2653541
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | On the discontinuous solutions in the calculus of variations. |
scientific article; zbMATH DE number 2653541 |
Statements
On the discontinuous solutions in the calculus of variations. (English)
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1904
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Wie der Verf. an dem Beispiele des Katenoids des näheren ausführt, treten in den klassischen Problemen der Variationsrechnung Unstetigkeiten in der Fortschreitungsrichtung der Extremalen meistens nur an solchen Stellen auf, in denen die Lagrangesche Differentialgleichung oder die Funktion unter dem zu variierenden Integrale nicht mehr allen der allgemeinen Theorie zugrunde liegenden Bedingungen genügen. Für gewisse Randbedingungen ferner sind bei dem Katenoidproblem stetige Lösungen der Lagrangeschen Differentialgleichungen nicht möglich. Nun lassen sich aber Beispiele erbringen, in denen zwischen zwei vorgeschriebenen Punkten eine stetige und eine geknickte Extremale vorhanden sind, von denen entweder die eine ein Maximum und die andere ein Minimum oder die eine ein schwaches und die andere ein starkes Minimum (Maximum) liefert. So treten z. B. bei geeignet gewählten Anfangs- und Endwerten diskontinuierliche Lösungen in jedem Problem auf, dessen Weierstraßsche \(E\)-Funktion nicht ein durchweg definites Vorzeichen besitzt und endlich bleibt. Kommt eine Nebenbedingung hinzu, z. B. bei den isoperimetrischen Problemen, so gibt es Fälle, in denen nur diskontinuierliche Lösungen vorhanden sein können. Diese diskontinuierlichen Lösungen sind bisher nur wenig erforscht, und daher stellt sich der Verf. die Aufgabe, die einfachsten Probleme auf ihre diskontinuierlichen Lösungen hin zu untersuchen. Diese für die Variation des einfachen Integrales bis in alle Einzelheiten verfolgen zu können, ermöglichen die Weierstraßschen Methoden der Variationsrechnung, wobei gerade die Parameterdarstellung der Kurven die besten Dienste leistet. Im ersten Abschnitt werden die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für das Auftreten einer diskontinuierlichen Lösung im einfachsten Variationsproblem aufgestellt, die Existenz eines Feldes von diskontinuierlichen Lösungen in der Umgebung eines Knickpunktes nachgewiesen und die Theorie der konjugierten Punkte aufgestellt. Die analogen Untersuchungen für isoperimetrische Probleme bilden den Inhalt des zweiten Abschnittes, welcher zum Schlusse das folgende Problem ausführlich behandelt: Zwei Punkte der Tangentialebene einer Kugel sollen durch eine Kurve von gegebener Länge so miteinander verbunden werden, daß ihre zentrale Projektion auf die Kugel eine extreme Länge besitzt. In einem Anhange gibt der Verf. eine Verallgemeinerung des von Johann Bernoulli zur Lösung des Brachistochronen-Problems gegebenen Verfahrens, welches sich durch geometrische Anschaulichkeit und Vermeidung jeder indirekten Schlußweise auszeichnet, auf beliebige Probleme ohne Nebenbedingungen. Die sich ergebende Methode, welche auf eine mit der Jacobi-Hamiltonschen übereinstimmende Differentialgleichung führt, besitzt ebenfalls die angegebenen Vorzüge der Bernoullischen Lösung.
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discontinuous solution
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corner point
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isoperimetric problems
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brachystochrone
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catenoid
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