Sur les fonctions cylindriques. (Q1503099)

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scientific article; zbMATH DE number 2653758
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    Sur les fonctions cylindriques.
    scientific article; zbMATH DE number 2653758

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      Sur les fonctions cylindriques. (English)
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      1904
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      Der Aufsatz, ein Auszug aus einem Briefe an Nielsen, betrifft einige Formeln, durch die eine Zylinderfunktion mittels eines Integrals dargestellt wird, das seinerseits Zylinderfunktionen mit anderen Argumenten und anderen Indizes enthält. Die Formeln, an die die Erörterung anknüpft, sind von dem Verf. in einer früheren Arbeit (Math. Ann. 16; vgl. F. d. M. 12, 400, 1880, JFM 12.0400.01) aufgestellt. In einer der in Rede stehenden Formeln wird die Zylinderfunktion durch eine beliebige Funktion \(F^m(x)\) der beiden Variabeln \(x\), \(m\) ersetzt, wodurch die Gleichung entsteht: \[ F^{m+n+1}(aq) = \frac{q^{n+1}}{2^n\Pi(n)a^{m+n+1}} \int_0^a F^m(xq)x^{m+1}(a^2-x^2)^ndx;\tag{1} \] und es wird nun gefragt: welche Schlüsse kann man aus einer solchen Gleichung in bezug auf die Funktion \(F\) ziehen? Als einfachste Lösung von (1) ergibt sich \[ F^m(x) = \frac{\sigma(k)x^{2k}}{\Pi(m+k)} \left(\frac x2\right)^m,\quad m + k + 1 > 0, \] wo \(k\) von \(x\) und \(m\) unabhängig ist. Weitere Lösungen erhält man durch Summation oder Integration nach \(k\). Mit Hülfe dieser Lösungen kann man aus einer beliebig gegebenen Funktion \(F^m(x)\), in der \(m\) konstant ist, eine Funktion \(F^{m+n+1}(x)\) der beiden Variabeln \(x\) und \[ m + n + 1 > m \] bilden, die der Gleichung (1) genügt. Ja, man braucht zur Bildung von \(F^{m+n+1}(aq)\) gar nicht einmal \(F^m(x)\) selbst zu kennen; sondern es genügt, den Wert des von \(F^m(x)\) abhängigen Integrals \[ \int_0^\infty F^m(qx)x^{m+1}e^{-hx^2}dx,\quad \Re(h)> 0,\tag{2} \] zu kennen. Es folgt dies daraus, daß man \((a^2 - x^2)^n\) mittels einer Cauchyschen Formel durch ein Integral ausdrückt und dann die Integrationsfolge vertauscht. Übrigens ist das Integral (2) \[ = \frac{q^m}{2(h)^{m+1}}\psi\left(\frac{q^2}h\right), \] wo die Funktion \(\psi\) von \(m\) unabhängig ist. Für ein spezielles Beispiel wird die Funktion \(\psi\) gebildet. Der weiteren Betrachtung liegt die folgende Formel zugrunde: \[ \left\{\begin{aligned} a^{m+n+1} q^mz^n \frac{J^{m+n1}(a\sqrt{q^2+z^2})}{(\sqrt{q^2+z^2})^{m+n+1}}\\ = \int_0^a J^m(qx)x^{m+1}J^n(z\sqrt{a^2-x^2})(\sqrt{a^2-x^2})^ndx,\\ m>-1,\quad n>-1.\end{aligned}\right.\tag{3} \] Es wird gezeigt, daß diese Gleichung charakteristisch für die Zylinderfunktion \(J\) ist, und daß alle wesentlichen Eigenschaften dieser Funktion aus ihr folgen. Soll nämlich Gleichung (3) für beliebige \(q\) und \(z\) gelten, so muß es einen gewissen Bereich geben, in dem die linke Seite sich nach steigenden Potenzen von \(q^2\) entwickeln läßt. Setzt man eine derartige Entwicklung für alle in (3) auftretenden \(J\) an und wendet die Gleichung dann auf spezielle Werte (\(q=0\), \(z=0\), \(n=0\)) an, so ergibt sich, daß die allgemeinste analytische Funktion, die der Gleichung (3) genügt, \[ A^{m+1} \beta J^m(\beta x) \] ist, wo \(\beta\) und \(A\) zwei willkürliche Konstanten sind, \(J\) die Zylinderfunktion. Aus (3) folgt durch Multiplikation mit \(e^{-hq^2}q^{m+1}\) und Integration nach \(q\) zwischen den Grenzen 0 und \(\infty\) die weitere Formel: \[ J^n(az) = \frac{a^{+1}z^n}{2^n\Pi(m)} \int_0^\infty \frac{J^{m+n+1}(a\sqrt{q^2 + z^2})}{(\sqrt{q^2+z^2})^{m+n+1}} q^{2m+1}dq;\tag{4} \] und wendet man (4) auf den Fall \(m+n+1 = \frac12\) an und ersetzt nachher \(m\) durch \(-m\), so erhält man nach einigen Reduktionen: \[ J^{m-\frac12}(z) = \frac{z^{m-\frac12}}{2^{-m}\Pi(-m)} \sqrt{\frac2{\pi}} \int_0^\infty \frac{\sin(y\pm z)dy}{y^m(y\pm2z)^m},\quad 0<m<1, \] eine Formel, die zur Ableitung des asymptotischen Wertes von \(J^{m-\frac12}(z)\) benutzt werden kann. Wie man zu dem Zwecke zu verfahren hat, wird an dem allgemeineren Integral \[ \omega = \int_0^\infty \frac{\sin(y\pm z)}{y^m(y+u)^n}dy,\quad 0<m<1,\quad n>0,\quad \Re(u)>0 \] gezeigt. Setzt man nämlich \[ \frac{\sin(y\pm z)}{y^m} = -\frac d{dy}\left(\int_0^\infty \frac{\sin(y\pm z)}{y^m}dy\right) \] und integriert wiederholt teilweise, so folgt nach mehrfachen Reduktionen \[ \omega = \Pi(-m) \sum_{s=0}^{s=k-1} \binom{m-1}s \frac{d^s(u^{-n})}{du^s} \cos\left(\pm z - \frac{m+s}2\pi\right) + R_k, \] wo \[ R_k = \frac{n(n+1)\dots(n+k-1)}{u^{n+k}} \left\{A\cos\left(\pm z - k\frac{\pi}2\right) + B\sin\left(\pm z - k\frac{\pi}2\right)\right\} \] ist und die Koeffizienten \(A\), \(B\) für \(u=\infty\) endlich bleiben. Für dieselbe Entwicklung wird schließlich noch eine andere Ableitung gegeben.
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