Baltimore lectures on molecular dynamics and the wave theory of light, founded on Mr. A. S. Hathaway's stenographic report of twenty lectures delivered in Johns Hopkins University, Baltimore, in October 1884: Followed by twelve appendices on allied subjects. (Q1503183)
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scientific article; zbMATH DE number 2654867
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Baltimore lectures on molecular dynamics and the wave theory of light, founded on Mr. A. S. Hathaway's stenographic report of twenty lectures delivered in Johns Hopkins University, Baltimore, in October 1884: Followed by twelve appendices on allied subjects. |
scientific article; zbMATH DE number 2654867 |
Statements
Baltimore lectures on molecular dynamics and the wave theory of light, founded on Mr. A. S. Hathaway's stenographic report of twenty lectures delivered in Johns Hopkins University, Baltimore, in October 1884: Followed by twelve appendices on allied subjects. (English)
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1904
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Die 20 Vorlesungen, welche Lord Kelvin nach Beendigung der Tagung der British Association zu Montreal auf Ersuchen des Präsidenten Gilman der Johns Hopkins Universität während des Oktobers 1884 in Baltimore gehalten hat, erscheinen jetzt nach einer stenographischen Niederschrift von Hathaway, indem die Drucklegung sich über 19 Jahre weg erstreckt hat. Die ersten 11 Vorlesungen sind mit geringen Änderungen nach dem Stenogramm abgedruckt; die Vorlesung XII enthält schon größere Zusätze, die 13 1/2 Jahre später gemacht sind. in den Vorlesungen XIII, XIV, XV überwiegen dann die neuen Hinzufügungen, und die Vorlesungen XVI bis XX sind während der Jahre 1901-1903 völlig neu abgefaßt worden. Die zwölf einzelnen Artikel, welche den Vorlesungen als Anhang beigegeben wurden, sind Veröffentlichungen des Verf. aus verschiedenen Zeiten, die mit dem behandelten Gegenstande zusammenhängen. Der Zweck der Vorlesungen, deren Wahl dem Verf. ganz frei gelassen war, möge mit seinen Worten angegeben werden. ``Ich wählte als Thema die Wellentheorie des Lichtes mit der Absicht, mehr ihre Mängel hervorzuheben, als etwa jüngeren Studenten die wunderbaren Erfolge vorzuführen, mit denen diese schöne Theorie alles erklärt hatte, was vor den Zeiten Fresnels und Thomas Youngs vom Lichte bekannt gewesen war; welche Theorie Ströme neuer Kenntnisse geschaffen hatte, die den ganzen Bereich der physikalischen Wissenschaft bereicherten. Meine Zuhörerschaft sollte aus professorlichen Mitforschern in der Physik bestehen, und von Anfang an fühlte ich, daß unsere Versammlungen mehr Vereinigungen von Faktoren in dem Bestreben, die Wissenschaft zu fördern, sein sollten als Belehrungen meiner Gefährten durch mich. Ich sprach mit absoluter Freiheit und hatte nie die geringste Besorgnis, als könnte ich ihren vollen Glauben an den Äther und seine Licht spendenden Wellen untergraben. Ich durfte ihnen immerhin von der Unfertigkeit unserer Mathematik reden, von der Unzulänglichkeit oder der Fehlerhaftigkeit unserer Ansichten bezüglich der dynamischen Eigenschaften des Äthers und von der ausnehmend großen Schwierigkeit, für den Äther zwischen den Atomen der wägbaren Materie ein Feld für die Aktion zu finden. Wir fühlten alle, daß den Schwierigkeiten ins Antlitz geschaut, ihnen nicht ausgewichen werden muß, daß man sie sich ans Herz wachsen lassen muß, in der Hoffnung, sie zu lösen, wenn es möglich ist; jedenfalls in der festen Zuversicht, daß jede Schwierigkeit zu ebenen ist, wenn wir auch den Weg dazu nicht finden.'' Es bedarf keiner Worte, daß ein solcher Freimut, von einer so hochstehenden Person bekannt und geübt, in weitestem Maße aufklärend und anregend wirkt, ebenso aber auch, daß von einem Referate nicht die Wiedergabe des Gedankenreichtums erwartet werden darf, der sich in dem vorliegenden Buche entfaltet. Durch alle Vorträge zieht sich wie ein roter Faden die Darstellung der molekularen und der molaren Auffassung der Erscheinungen. Wir wollen hier nur noch einige Sätze des Verf. wiederholen, in denen er einen Ausblick in die Zukunft tut: ``Es scheint mir, daß die nächsten wirklichen Fortschritte, nach denen man in der Dynamik des Äthers Ausschau zu halten hat, die folgenden sind: I. Eine Erklärung seiner Beschaffenheit in der Nähe eines Stahlmagneten oder eines Elektromagneten, der zufolge eine wechselseitige statische Kraft zwischen zwei Magneten wirkt, sei es im Vakuumäther oder in einem auch von gasförmiger, flüssiger oder fester wägbarer Materie eingenommenen Raume. II. Eine Erforschung der wechselseitigen Kraft zwischen zwei sich bewegenden Elektronen, modifiziert durch die rein Boscovichsche Abstoßung, wie dies geschehen muß durch die Zusammensetzung jener Kraft mit einer anderen, die von der Trägheit des Äthers herrührt, welcher durch die Bewegung jedes der Elektronen in Bewegung gesetzt wird. Mir scheint von diesen beiden (II) völlig innerhalb der Grenzen der Möglichkeit für uns gegenwärtig zu liegen, (I) dagegen eine Eigenschaft des Äthers zu erheischen, die in der bloßen Theorie des Elastischfesten nicht begriffen ist, wie diese in dem gegenwärtigen Bande vorgeführt ist. Mein Ziel bei der Übernahme der Baltimorer Vorlesungen war die Aufklärung, wie viel von den Erscheinungen des Lichts dem Verständnis eröffnet werden kann, ohne daß man über die Theorie des Flastischfesten hinausgeht. Wir haben jetzt unsere Antwort: jedes Ding nichtmagnetisch, kein Ding magnetisch. Die sogenannte ``elektro-magnetische Lichttheorie'' hat uns nicht hierzu verholfen; allein das großartige Ziel liegt voll vor uns: die Auffindung einer umfassenden Dynamik des Äthers, der Elektrizität und der wägbaren Masse, welche die elektrostatische Kraft, die magnetische Kraft, den Elektromagnetismus, die Elektrochemie und die Wellentheorie des Lichtes umfassen muß.''
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