L'espace et ses trois dimensions. (Q1504791)

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scientific article; zbMATH DE number 2655816
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    English
    L'espace et ses trois dimensions.
    scientific article; zbMATH DE number 2655816

      Statements

      L'espace et ses trois dimensions. (English)
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      1903
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      Zuerst erinnert \textit{Poincaré} daran, daß in seinen vorangehenden Arbeiten über den Raum die von ihm betrachteten Geometrien alle einen gemeinschaftlichen Boden hatten, jenes dreidimensionale Kontinuum, welches für alle das nämliche ist und sich erst vermöge der Figuren, die man ihm einzeichnet, oder wenn man es zu messen versucht, sich unterschiedlich sondert. In diesem neuen Artikel geht \textit{Poincaré} näher auf die Fragen ein, welche sich auf die Anzahl der Dimensionen beziehen. Er zeigt, welche Rolle der Erfahrung zufällt, und zergliedert die Tatsachen der Erfahrung, die bei der Schöpfung des dreidimensionalen Raumes mitspielen. Jenes amorphe Kontinuum, aus dem man den euklidischen oder auch den \textit{Lobatschewskij}schen Raum herausholen kann. besitzt eine gewisse Anzahl von Eigenschaften unter Absehung von jeder Maßvorstellung. Die Erforschung dieser Eigenschaften führt zur quantitativen Geometrie und hat den Namen Analysis Situs erhalten. Durch die Betrachtung des mathematischen und des physischen Kontinuums zeigt \textit{Poincaré} dann, was man unter der Dimension eines Kontinuums zu verstehen hat. Seine Definition unterscheidet sich nicht wesentlich von den üblichen Definitionen; indessen unter voller Wahrung ihrer Präzision gibt er ihr eine nicht dem mathematischen, sondern dem physischen Kontinuum angepaßte Form, die allein der Darstellung fähig ist. Sodann zergliedert er die Begriffe des Punktes und der Verrückung und verweilt abermals bei der gewichtigen Rolle, welche die Bewegungen unseres Körpers bei der Entstehung des Raumbegriffes spielen. Hierauf untersucht er die Rolle der Gesichtswahrnehmungen und zeigt, daß der Gesichtsraum drei Dimensionen hat. Aber dieser Gesichtsraum ist nur ein Stück des Raumes, und in dem Begriffe dieses Raumes selbst steckt etwas Künstliches. Der wahre Raum ist der Bewegungsraum. So wird der Verf. auf die Erforschung der Gruppe der Verrückungen geleitet, dann zu dem Nachweise, wie man die Identität zweier Punkte des faßbaren Raumes erkennen kann. Die Erfahrung zeigt, daß es bequem ist, dem Raume drei Dimensionen zuzuschreiben, beweist aber nicht, daß der Raum drei Dimensionen hat.
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