Bemerkungen zur Analogie zwischen Aufgaben der Ausgleichungsrechnung und solchen der Statik. (Q1505263)

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Bemerkungen zur Analogie zwischen Aufgaben der Ausgleichungsrechnung und solchen der Statik.
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    Bemerkungen zur Analogie zwischen Aufgaben der Ausgleichungsrechnung und solchen der Statik. (English)
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    1903
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    Bei photogrammetrischen Untersuchungen traten einige Aufgaben der Ausgleichungsrechnung auf, deren Lösung in der Sprache der Statik starrer Systeme einen anschaulichen Ausdruck fand. Der Verf. erwähnt die drei folgenden: 1. Zwei Haufen von je \(n\) einander zugeordneten Punkten ohne Änderung ihrer Form und Größe durch Verschiebung und Drehung so gegeneinander zu legen, daß die Summe der Quadrate der Entfernungen entsprechender Punkte ein Minimum wird. 2. Einen Haufen von \(n\) Punkten und ein Bündel von \(n\) den Punkten zugeordneten Strahlen ohne Änderung ihrer Form und Größe durch Verschiebung und Drehung so gegeneinander zu legen, daß die Summe der Quadrate der kürzesten Abstände der Punkte von den entsprechenden Strahlen ein Minimum wird. 3. Zwei Bündel von je \(n\) einander zugeordneten Strahlen, deren Mittelpunkte eine gegebene Entfernung haben, ohne Änderung ihrer Form durch Drehung so gegeneinander zu legen, daß die Summe der Quadrate der kürzesten Abstände entsprechender Strahlen ein Minimum wird. In allen drei Fällen bilden die Strecken, deren Quadratsumme ein Minimum gibt, als Kräfte aufgefaßt, ein Gleichgewichtssystem. Diese mechanische Analogie zu den Ausgleichungsaufgaben hat natürlich für die Praxis nur den Wert eines Orientierungs- und Kontrollmittels und vereinfacht die Rechenarbeit des Ausgleichers keineswegs. Dagegen zeigt sie, daß die Gültigkeit der Sätze nicht wie jene der Ausgleichungsrechnung auf solche Gebilde beschränkt ist, die sich bis auf kleine Größen zusammenpassen lassen. Im Anschluß hieran wird noch eine Ergänzung und Berichtigung der Formeln gegeben, die der Verf. früher bei der Ausgleichung der dritten Aufgabe entwickelt hatte (``Eine Grundaufgabe der Photogrammetrie und ihre Anwendung auf Ballonaufnahmen''. Münch. Abh. \( 22\), S. 238). Anhangsweise wird noch erwähnt, daß die Aufgaben über das Rückwärtseinschneiden im Raum und über die Behandlung des \textit{Pothenot}schen Problems auf der Kugel bereits von \textit{J. A. Grunert} in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gelöst worden waren.
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