Dai fratelli \textit{di Martino} a \textit{Vito Caravelli}. Memoria letta all' Accademia Pontaniana nelle tornate del 2 nouvembre e 7 dicembre 1902. (Q1506444)
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scientific article; zbMATH DE number 2658799
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| English | Dai fratelli \textit{di Martino} a \textit{Vito Caravelli}. Memoria letta all' Accademia Pontaniana nelle tornate del 2 nouvembre e 7 dicembre 1902. |
scientific article; zbMATH DE number 2658799 |
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Dai fratelli \textit{di Martino} a \textit{Vito Caravelli}. Memoria letta all' Accademia Pontaniana nelle tornate del 2 nouvembre e 7 dicembre 1902. (English)
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1902
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Die Abhandlung schildert das mathematische Leben an der Universität Neapel in der Zeit von 1732 bis 1778, von der Gründung der Reale Accademia delle Scienze bis zur Gründung der Società Reale. Sie ist eine Fortsetzung des Aufsatzes ``Stato delle Mathematiche a Napoli dal 1650 al 1732'', im 32. und 33. Bande der Atti Acc. Napoli. \textit{Karl III.} von Bourbon reformierte am 2. November 1735 die Universität; er schaffte den Lehrstuhl für Ethik und Politik ab und errichtete dafür einen Lehrstuhl für Astronomie und Nautik und einen zweiten für Mathematik. Die Brüder \textit{Niccoló di Martino} (3.\,12.\,1701 bis 8.\,12.\,1769) und \textit{Pietro di Martino} (1701--1746) und, nach dem frühen Tode des jüngern, \textit{Felice Sabatelli} waren es, die hier lehrten. 1735 wurde auch die K. Marine-Akademie zu Neapel gegründet, an die \textit{Pietro di Martino} berufen wurde. Ebenso lehrte er an der 1744 gegründeten R. Accademia militare di artiglieria. 1754 folgte die R. Accademia del corpo degli Ingegneri und am 26. Dezember 1769 die Reale Accademia militare. Auf Betreiben und nach dem Plane \textit{Celestino Galianos} wurde die K. Akademie der Wissenschaften zu Neapel 1735 wiederhergestellt. Mitglieder wurden auch die Gebrüder \textit{di Martino.} Die Mathematik erfreute sich ernster Pflege in der hohen Aristokratie, auch seitens der Damen. \textit{Faustina Pignatelli}, Prinzessin und Herzogin, Fürstin von Colubrano, eine Schülerin des \textit{Niccolò di Martino}, eifrige Verehrerin von \textit{Leibniz}, schrieb selbst mehrere mathematische Abhandlungen. Nach dem Urteil \textit{Lalandes} und \textit{Voltaires} war sie in der Physik und in der Mathematik sehr bewandert. Ihr Lehrer \textit{Niccolò di Martino} widmete ihr seine Elementa sectionum conicarum 1734 und die neue Auflage seiner analytischen Geometrie, ``Algebrae geometria promotae elementa'', 1737. \textit{Giuseppa Eleonora Barbapiccola} übersetzte \textit{Descartes'} Prinzipien der Philosophie 1722. Die Brüder \textit{di Martino} verfaßten eine ganze Reihe von mathematischen Lehrbüchern, über welche \textit{Amodeo} eingehend berichtet. In den folgenden Paragraphen werden noch mehrere andere Mathematiker jener Zeit angeführt, wie \textit{Felice Sabatelli} (\(\dagger\) 1786), \textit{Nicola Maria Carcani} (1716 bis 27.\,6.\,1764), \textit{Giuseppe Orlando} (1712 bis 15.\,4.\,1776), \textit{Giuseppe Marzucco} (\(\dagger\) 1800), \textit{Domenico Bartoloni} (\(\dagger\) Siena 1798) u. a., die in Neapel lehrten. Eingehender beschäftigt sich der Verf. mit den Leistungen des \textit{Abate Vito Caravelli}, geb. am 19. April 1724 zu Montepetoso, gest. am 25. November 1800. Er war ein Schüler des \textit{Nicolò di Martino} und des \textit{Sabatelli}, wurde 1754 Professor der Mathematik an der Marine-Akademie und der Accademia militare di artiglieria zu Neapel, 1770 Direktor der Militär-Akademie. Er schrieb mehrere Lehrbücher und Kurse über Mathematik, Astronomie und Artilleriewesen. Im Schlußwort erinnert \textit{Amodeo} daran, daß diese Periode die Zeit der Wiederauffindung des verschütteten Herkulanum war. Für die Ausgrabungen wurden seitens der Regierung Unsummen ausgegeben; desto knapper war das Gehalt der Professoren der Mathematik. Aber um so anerkennenswerter ist der Eifer, mit dem sich letztere der Pflege und Verbreitung ihrer Wissenschaft widmeten.
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