Die Normalform eines Systems von algebraischen Differentialgleichungen. (Q1507300)
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scientific article; zbMATH DE number 2659846
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Die Normalform eines Systems von algebraischen Differentialgleichungen. |
scientific article; zbMATH DE number 2659846 |
Statements
Die Normalform eines Systems von algebraischen Differentialgleichungen. (English)
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1902
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Der Verf. setzt zunächst auseinander, wie man ein vorgelegtes System dieser Art auf die sogenannte \textit{Jacobi-Weierstraß}sche Normalform: \[ \frac {dy_k}{dx} = \frac {G_k (x, s, y_1, \dots, y_m)}{\frac {\partial}{\partial s}\, G(x, s, y_1, \dots, y_m)} \quad (k=1, \dots, m) \] bringt, wo die \(G_k\) und \(G\) ganze rationale Funktionen ihrer Argumente sind und \(s\) eine Wurzel der Gleichung \(G=0\) bedeutet. Er führt dann eine neue Veränderliche \(\varphi\) ein durch die Substitution: \[ \frac {dx}{d\varphi} = \left( \frac {\partial G}{\partial s} \right)^2 \] und fügt die aus \(G = 0\) durch Differentiation folgende Gleichung: \[ \frac {ds}{d\varphi} =- \frac {\partial G}{\partial x}\;\frac {\partial G}{\partial s} - \sum G_k\;\frac {\partial G}{\partial y_k} \] zu dem Systeme hinzu, so daß, wenn man für \(x\) und \(s\) schreibt \(y_{m+1} \) und \(y_{m+2}\) ein System von der Form \[ \frac {dy_k}{d\varphi} = H_k (y_1, \dots, y_{m+2})\quad (k = 1, \dots, m+ 2) \] entsteht, wo die \(H_k\) ganze Funktionen sind. Setzt man noch \(y_k = Y_k/u,\) so wird: \[ \frac 1u\;\frac {dY_k}{d\varphi} - \frac {Y_k}{u^2}\;\frac {du}{d\varphi} = \frac {\overline H_k}{u^\mu}\,, \] wo \(\overline H_k\) eine homogene ganze Funktion \(\mu\)-ten Grades von \(u\) und den \(y_k\) ist; wenn man nun \(\varphi\) durch eine Veränderliche \(t\) ersetzt, wo \(d\varphi = u^{\mu-1}dt,\) und wenn man außerdem \(u\) durch \(du/dt = u^{\mu}\) bestimmt, so kommt: \[ \frac {dY_k}{dt} =Y_k u^{\mu-1} + \overline H_k \quad (k=1,\dots,m+2). \] Man hat also jetzt ein System: \[ \frac {d \zeta_k}{dt}= \varphi_k (\zeta_1, \dots, \zeta_{m+3} ) \quad (k=1, \dots, m+3 ), \] wo die \(\varphi_k\) ganz und homogen vom Grade \(\mu\), sind. Hier kann man noch den Fall \(\mu > 2\) stets auf den Fall \(\mu = 2\) zurückführen, indem man alle Produkte von der Form \(\zeta_1^{r_1} \zeta_2^{r_2} \dots \zeta_{m+3}^{r_{m+3}}, \) wo \[ r_1 +\cdots + r_{m+3} = \mu -1, \] als neue Unbekannte \(z_1, \dots, z_{\lambda}\) hinzufügt. Dann ist nämlich: \[ \frac {d\zeta_k}{dt} = \sum_r^{1\dots\lambda} \sum_j^{1\dots m+3 } a_{rj}^{(k)} z_r \zeta_j, \] und in derselben Form sind offenbar such die \(dz_i/dt\) darstellbar. Demnach kann man jedes System von algebraischen gewöhnlichen Differentialgleichungen auf eine solche Normalform bringen, daß\ die Differentialquotienten der Unbekannten entweder lineare homogene Funktionen der Unbekannten sind oder ganze homogene Funktionen zweiten Grades.
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