Über das perimetrische Rollen eines Kreisels, dessen Schwerpunkt unter dem Unterstützungspunkte liegt. (Bearbeitet von \textit{Th. Friesendorf.}) (Q1508205)

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scientific article; zbMATH DE number 2661015
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    Über das perimetrische Rollen eines Kreisels, dessen Schwerpunkt unter dem Unterstützungspunkte liegt. (Bearbeitet von \textit{Th. Friesendorf.})
    scientific article; zbMATH DE number 2661015

      Statements

      Über das perimetrische Rollen eines Kreisels, dessen Schwerpunkt unter dem Unterstützungspunkte liegt. (Bearbeitet von \textit{Th. Friesendorf.}) (English)
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      1902
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      Befestigt man über einem Kreisel, dessen Schwerpunkt unterhalb des Unterstützungspunktes liegt; eine horizontale Scheibe mit Rändern von beliebiger Gestalt, und wird die Entfernung der Scheibe vom Unterstützungspunkte des Kreisels mit oberem längerem Stiel so gewählt, daß\ das obere Ende des Stieles nie unter die Scheibe gelangen darf, sondern der Stiel sich ständig auf den Rand stützen kann, so rollt der rotierende Kreisel mit seinem Stiele längs des ganzen Randes der Scheibe (die z. B. die Form eines S haben kann). Eine derartige Bewegung ist früher von dem französischen Physiker \textit{Sire} beobachtet und perimetrisches Rollen genannt, mathematisch dann von \textit{Resal} im Traité de cinématique pure behandelt (1862), wo der allgemeine Fall des mit Gleiten verbundenen Rollens untersucht ist; endlich hat \textit{Bobylew} in seinem Lehrbuche der analytischen Mechanik das Problem des perimetrischen Rollens ohne Gleiten für eine beliebige Gestalt der Randkurve erledigt. In der gegenwärtigen Abhandlung wird die Lösung desselben Problems einfacher dargestellt, und dabei werden für den Fall eines kreisförmigen Randes die Bedingungen ermittelt, unter denen der Stiel des Kreisels den Rand nicht verläßt und nicht zu gleiten anfängt; ferner werden die Bewegungen betrachtet, die dann eintreten, wenn der Stiel den Rand verläßt und ihn wieder berührt. Für beliebige Gestalten des Randes wird endlich das Problem analog behandelt. Es zeigt sich, daß\ die Formeln, die den Druck des Kreisels auf den Rand ausdrücken, ein von der geodätischen Krümmung der Randkurve abhängiges Glied enthalten.
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