Dynamik des Elektrons. (Q1508458)
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scientific article; zbMATH DE number 2661278
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Dynamik des Elektrons. |
scientific article; zbMATH DE number 2661278 |
Statements
Dynamik des Elektrons. (English)
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1902
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Der Verf. gibt folgendes als Resultat seiner Abhandlung an: Das Problem der Dynamik des Elektrons ist das einfachste Problem der elektromagnetischen Mechanik. Das nur translatorisch bewegte Elektron entspricht dem materiellen Punkte, das rotierende dem starren Körper der gewöhnlichen Mechanik. Auch sind die Annahmen über Form und Ladungsverteilung des Elektrons möglichst einfach gehalten, und dennoch ist die Dynamik des Elektrons weit komplizierter, als es die entsprechenden Aufgaben der gewöhnlichen Mechanik sind. Nur für eine spezielle Klasse von Bewegungen, für die ausgezeichneten Bewegungen, die gleichzeitig quasistationär sind, ließen sich die \textit{Lagrange}schen Gleichungen in der aus der analytischen Mechanik bekannten Form deduzieren; für solche Bewegungen gilt selbstverständlich auch diejenige Formulierung der \textit{Lagrange}schen Mechanik, welche man das \textit{Hamilton}sche Prinzip nennt. Wird der Gültigkeitsbereich der analytischen Mechanik in gewisser Weise eingeschränkt, so erfährt er wiederum in anderer Hinsicht eine sehr wesentliche Erweiterung. Denn die gewöhnliche Mechanik materieller Körper bezieht sich auf sehr geringe Geschwindigkeiten, die Dynamik des Elektrons gilt bis nahe an die Lichtgeschwindigkeit heran. Auch hier erweist sich das \textit{Lagrange}sche System der Mechanik als richtig; nur sind es kompliziertere Formen der \textit{Lagrange}schen Funktion, die in der elektromagnetischen Mechanik gelten, Formen, die bei langsamer Bewegung in die von der gewöhnlichen Mechanik als gültig angenommenen übergeben. Diese Erweiterung des Machtbereichs der analytischen Mechanik beschränkt sich auf den gewöhnlichen, dreidimensionalen, euklidischen Raum. Allein sie berücksichtigt diejenigen physikalischen Eigenschaften des Raumes, welche in den \textit{Maxwell-Hertz}schen Differentialgleichungen ihren mathematischen Ausdruck finden. Die aufgestellte Theorie nimmt eine kontinuierliche Raumerfüllung des Äthers an, d. h. eine exakte Gültigkeit jener Differentialgleichungen für Differenzen, die klein sind gegen den Radius des Elektrons, und für Feldstärken, welche die unserer Messung zugänglichen billionenfach übertreffen.
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