Die Gesetze der schwarzen Strahlung und ihre Verwendung. (Fortsetzung.) (Q1508656)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Die Gesetze der schwarzen Strahlung und ihre Verwendung. (Fortsetzung.) |
scientific article; zbMATH DE number 2661468
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Die Gesetze der schwarzen Strahlung und ihre Verwendung. (Fortsetzung.) |
scientific article; zbMATH DE number 2661468 |
Statements
Die Gesetze der schwarzen Strahlung und ihre Verwendung. (Fortsetzung.) (English)
0 references
1902
0 references
In dieser Fortsetzung werden zunächst die Mittel zur Verwirklichung der schwarzen Strahlung von \(-180^{\circ}\) bis \(2000^{\circ}\) besprochen. Alle früheren Schwierigkeiten konnten durch den elektrisch geglühten Hohlraum überwunden werden, mit dessen Hülfe der Verf. noch wesentlich höhere Temperaturen zu erreichen hofft. Es wird darauf der schöne Demonstrationsversuch des Verf. erläutert, bei dem durch Einführen und Herausziehen eines kälteren Rohres nach Belieben die Bedingung des gleichtemperierten Hohlraumes aufgehoben und wieder hergestellt werden kann. Die Verwirklichung der schwarzen Strahlung lieferte die Bestätigung des \textit{Stefanschen} Gesetzes, während die Körper an sich selektiv strahlen. Da \textit{Boltzmann} aus theoretischen Gründen vorausgesagt hatte, daß\ nur der schwarze Körper das Gesetz der vierten Potenz befolgen könne, so stützt die praktische Bestätigung die von \textit{Boltzmann} aufgestellte Hypothese vom Ätherdruck. Mit Zugrundelegung des Satzes, wonach der Strahlungsdruck auf die Flächeneinheit gleich ist der in der Volumeneinheit infolge dieser Strahlung enthaltenen Energie, wird nun eine vergleichende Berechnung der Wirkung der Gravitation und des entgegengesetzten Strahlungsdruckes angestellt, aus der sich beispielsweise ergibt, daß\ sich für schwebende Wassertröpfchen vom Radius \(1\,\mu\) beide Kräfte aufheben, während bei noch kleineren Tröpfchen der Strahlungsdruck umgekehrt proportional seinem Radius überwiegt. Näch Erwähnung der theoretischen Untersuchungen von \textit{Schwarzschild} (Druck des Sonnenlichtes gleich der Schwerkraft für einen Kugelradius von 1,25\(\,\lambda\) oder 0,75\,\(\mu\)), wird die Ätherdrucktheorie auf die Gestalt der Kometen angewendet (von der Sonne abgewendeter Schweif), bei denen die alleinige Berücksichtigung der Gravitation, wie sich jetzt zeigt, zu ganz falschen Folgerungen in bezug auf die Masse führen {muß} . Der Verf. gelangt, mit Berücksichtigung auch der Arbeit von \textit{Bredichin,} zu dem Schlusse, daß\ die auf den Strahlungsdruck der Sonne gegründete Kometentheorie von \textit{Lebedew} und \textit{Arrhenius} ernste Beachtung verdient.
0 references