Über die geometrischen Bedingungen, denen die Unstetigkeiten der Derivierten eines Systems dreier stetigen Funktionen des Ortes unterworfen sind, und ihre Bedeutung in der Wirbelbewegung. (Q1509837)

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scientific article; zbMATH DE number 2663873
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    Über die geometrischen Bedingungen, denen die Unstetigkeiten der Derivierten eines Systems dreier stetigen Funktionen des Ortes unterworfen sind, und ihre Bedeutung in der Wirbelbewegung.
    scientific article; zbMATH DE number 2663873

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      Über die geometrischen Bedingungen, denen die Unstetigkeiten der Derivierten eines Systems dreier stetigen Funktionen des Ortes unterworfen sind, und ihre Bedeutung in der Wirbelbewegung. (English)
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      1901
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      Ist \(\varphi\) eine beim Durchgange durch eine Fläche \(S\) stetige Funktion, während ihre ersten Derivierten diese Eigenschaft nicht besitzen, so wird \[ \left\{ \left( \frac{\partial \varphi}{\partial x} \right)_a - \left( \frac{\partial \varphi}{\partial x} \right)_i \right\} dx+ \left\{ \left( \frac{\partial \varphi}{\partial y} \right)_a - \left( \frac{\partial \varphi}{\partial y} \right)_i \right\} dy + \left\{ \left( \frac{\partial \varphi}{\partial z} \right)_a - \left( \frac{\partial \varphi}{dz} \right)_i \right\} dz=0 \] die Differentialgleichung der Fläche darstellen. Bezeichnet man die Unterschiede durch ein vorgesetztes \(\delta\), so ergibt sich hieraus \[ \delta\;\frac{\partial \varphi}{\partial x} = \lambda \cos \alpha,\quad \delta\;\frac{\partial \varphi}{\partial y} = \lambda \cos \beta,\quad \delta \frac{\partial \varphi}{\partial z} = \lambda \cos \gamma\quad \text{und}\quad \lambda = \delta\;\frac{d\varphi}{dn} \,. \] Nennt man für ein Funktionssystem \(u, v, w\) die drei Größen \[ \xi = \tfrac12\left(\frac{\partial v}{\partial z} - \frac{\partial w}{\partial y} \right),\quad \eta = \tfrac 12 \left(\frac{\partial w}{\partial x} - \frac{\partial u}{\partial z} \right),\quad \zeta = \tfrac 12 \left( \frac{\partial u}{\partial y} - \frac{\partial v}{\partial x} \right) \] die zugehörigen Rotationskomponenten und \[ \varTheta = \frac{\partial u}{\partial x} + \frac{\partial v}{\partial y} + \frac{\partial w}{\partial z} \] die zugehörige Dilatation, so ist \[ \begin{aligned} & \delta \left( \frac{du}{dn} \right) = 2(\delta \zeta \cos \beta - \delta \eta \cos \gamma) + \delta \theta \cos \alpha,\\ & \delta \left( \frac{dv}{dn} \right) = 2( \delta \xi \cos \gamma - \delta \zeta \cos \alpha) + \delta \theta \cos \beta,\\ & \delta \left( \frac{dw}{dn} \right) = 2( \delta \eta \cos \alpha - \delta \xi \cos \beta) + \delta \theta \cos \gamma\end{aligned} \] und \[ \delta \xi \cos \alpha + \delta \eta \cos \beta + \delta \zeta \cos \gamma =0. \] Von diesen Gleichungen lassen die ersteren erkennen, daß\ an Flächen, wo die \(\xi, \eta, \zeta, \theta\) keine Unstetigkeiten erfahren, auch die neuen Derivierten der \(u, v, w\) keine Unstetigkeiten erleiden, während die letzte besagt, daß\ an einer Fläche, welche einen rotationsfreien Raum von einem anderen scheidet, wo die \(\xi, \eta, \zeta\) von Null verschiedene endliche Werte haben, die Rotationsachse notwendig auch Tangente der Fläche sein muß. Ist der Übergang vom wirbelfreien Raum zum nicht wirbelfreien Raume nicht unstetig, springen \(\xi, \eta, \zeta\) nicht plötzlich von Null zu endlichen Werten, so müßen doch die höheren Ableitungen an der Fläche \(S\) unstetig werden. Der Verf. folgert hieraus, daß\ in den Punkten einer Parallelfläche zu \(S\), welche im wirbelerfüllten Raum liegt, die Tangente der Wirbellininen die Parallelfläche berührt. Mit andern Worten, die Trennungsfläche ist ein Vortikoid. Die hier ausgesprochenen Sätze bewirken, daß\ die Gleichung \[ \int (\xi \cos \alpha + \eta \cos \beta + \zeta \cos \gamma) d\sigma =0 \] ihre Gültigkeit für Räume \(T\), in welchen \(\xi, \eta, \zeta\) längs einer Fäche sich sprungweise ändern, nicht verliert. Das ist wichtig, weil die Gleichung die Quelle des Satzes ist, daß\ ein Wirbelfeld im Innern einer Flüssigkeit nicht endigen kann.
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