Die Einteilung der ebenen Kurven und Kegel dritter Ordnung in 13 Gattungen. (Q1511047)

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scientific article; zbMATH DE number 2663419
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    Die Einteilung der ebenen Kurven und Kegel dritter Ordnung in 13 Gattungen.
    scientific article; zbMATH DE number 2663419

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      Die Einteilung der ebenen Kurven und Kegel dritter Ordnung in 13 Gattungen. (English)
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      1901
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      Der Verf. geht zunächst auf die seitherigen Einteilungsversuche der \(C_3\) ein. Die Klassifikationen von \textit{Newton, Euler, Plücker} und \textit{Cayley} beruhen wesentlich auf der Gleichung und der Lage der unendlich fernen Geraden gegen die Kurve; \textit{Möbius} geht dem gegenüber von rein geometrischen Gesichtspunkten aus und stellt die projektivischen Eigenschaften in den Vordergrund; \textit{Salmon} hat beide Prinzipien verknüpft. Innerhalb der projektivisch verschiedenen Gattungen will \textit{Möbius} die affin verschiedenen als einzelne Arten gelten lassen. Der Verf. betrachtet nun zunächst die \(C_3\) vom Geschlecht Null und zeigt, daß\ diejenigen dritter Klasse durch unendlich viele Kollineationen in sich selbst oder auf andere solche \(C_3\) abgebildet werden, solche vierter Klasse jedoch nur durch sechs Kollineationen, von denen aber nur zwei reell sind, wenn der Doppelpunkt ein eigentlicher ist. Bei den \(C_3\) vom Geschlecht Eins spielt die Hauptrolle die Gruppe der 216 Kollineationen, welche die Figur der neun Wendepunkte und damit den durch die letzteren hindurchgehenden \(C_3\)-\textit{Büschel} in sich selbst abbilden. Der Verf. unterscheidet unter denselben solche der ersten Art (die neun mit einem Wendepunkt als Zentrum und seiner harmonischen Polare als Achse), der zweiten Art (acht an der Zahl, entstehend durch Zusammensetzung zweier der ersten Art) und der dritten Art (die 24 perspektiven, welche eine Ecke eines Wendepunktdreiseits zum Zentrum und die Gegenseite zur Achse haben). Durch Zusammensetzung der Kollineationen der ersten, zweiten und dritten Art mit denen der dritten Art entstehen resp. 42 Kollineationen der vierten und 48 der fünften Art sowie 54 der sechsten Art. Die Kollineationen der ersten und zweiten Art bilden jede Kurve des Büschels in sich ab, diejenigen der dritten Art bilden je eine in ein Dreiseit zerfallende Kurve und eine äquianharmonische in sich ab, diejenigen der sechsten Art je ein Paar harmonischer Kurven. Von den vier ersteren und von den sechs letzteren sind je zwei reell. Der Verf. kommt nun zu 13 Gattungen, nämlich den drei unnikursalen und zehn vom Geschlecht Eins. Was die letzteren betrifft, so gelten als Grenzkurven solche, die durch eine erhöhte Zahl von Kollineationen in sich selbst abgebildet werden. Solche sechs Grenzkurven sind nun der Reihe nach: das Dreiseit mit einer reellen Seite, die zweiteilige harmonische Kurve, das Dreiseit mit drei reellen Seiten, die eine äquianharmonische Kurve, die einteilige harmonische Kurve, die andere äquianharmonische Kurve (woran sich wieder das Dreiseit mit reeller Seite anschließen würde); dazwischen liegen sechs Gebiete, also mit Abrechnung der Dreiseite zehn Gattungen. Der Verf. zeigt noch, wie diese Einteilung mit einer auf die Lage zur unendlich fernen Geraden bezüglichen kombiniert werden könnte. Die Schrift des Verf. ist einer im Verlag von \textit{Schilling}-Halle erschienenen Serie von Fadenmodellen der sieben \textit{Möbius}schen Kegel dritter Ordnung beigegeben.
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