Historical study of the theory of quadratic residues. (Q1513475)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2665179
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Historical study of the theory of quadratic residues.
    scientific article; zbMATH DE number 2665179

      Statements

      Historical study of the theory of quadratic residues. (English)
      0 references
      1900
      0 references
      Eine etwas verspätete Entgegnung auf Kronecker's in den Berl. Monatsber. 1875 (vergl. F. d. M. 7, 18-19, 1875, JFM 07.0018.04) enthaltene historische Untersuchung über das Reciprocitätsgesetz. Da Verf. die Thatsachen, 1. dass Euler ohne Beweis das Reciprocitätsgesetz in unwesentlich anderer Form ausgesprochen hat, 2. dass Legendre's Beweis ungenügend ist, und 3. dass Gauss als erster den Satz bewiesen hat, nicht bestreitet, so wird der Leser die Ueberzeugung des Verf. nicht teilen, dass Legendre's unzweifelhaft grosses Verdienst von Kronecker zu gering eingeschätzt worden ist. Verf. meint, der Umstand, dass noch jetzt, ein Vierteljahrhundert nach Kronecker's Publication, das Reciprocitätsgesetz das Legendre'sche heisst, beweise, dass die wissenschaftliche Welt Kronecker's Darlegungen nicht gefolgt ist. Dem gegenüber sei nur darauf hingewiesen, dass z. B. die Gleichung \(t^2-Du^2 = 1\) noch jetzt die Pell'sche genannt zu werden pflegt, obgleich seit langer Zeit feststeht, dass sie sich schon bei Fermat findet, einfach weil der ihr von Euler gegebene Name ``Pell'sche Gleichung'' sich einmal eingebürgert hat. Verf. charakterisirt Legendre's Beweis so: ``Obgleich er einen schwachen Punkt besitzt, den Legendre selbst erkannt hat, ist er für die meisten Fälle vollkommen streng, so dass er die Wahrheit des Satzes ausser Zweifel stellt.'' Und an einer anderen Stelle sagt er: ``Ein vermuteter Satz ist kein entdeckter Satz; er wird erst in dem Moment wirklich entdeckt sein, wo seine Wahrheit ausser Zweifel gestellt ist.'' Ein Satz, dessen Richtigkeit in dem hohen Grade wahrscheinlich ist, wie das Reciprocitätsgesetz es nach Legendre's Untersuchungen war, könnte doch aber auch falsch sein; das Reciprocitätsgesetz hat sich zufällig als richtig herausgestellt. Streitig sind historische Fragen von geringerer Bedeutung, wie die, aus welchen Gründen Gauss in den Jahren 1801 und 1808 verschiedene Angaben über die Geschichte des Reciprocitätsgesetzes gemacht hat, und ob Gauss eine bestimmte Euler'sche Abhandlung gekannt hat. Es sei noch zur Charakterisirung der Abhandlung ohne Commentar aus der Einleitung der Satz citirt: ``Sollte nicht das Urteil des gelehrten Verf. [Kronecker] durch einen zu lebhaften Wunsch beeinflusst sein, Frankreich einen seiner wissenschaftlichen Ruhmestitel wegzunehmen?''
      0 references
      quadratic reciprocity law
      0 references
      0 references

      Identifiers

      0 references
      0 references
      0 references
      0 references
      0 references