Ortsbestimmungen im Ballon. Vortrag. (Q1514761)

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Ortsbestimmungen im Ballon. Vortrag.
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    Ortsbestimmungen im Ballon. Vortrag. (English)
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    1899
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    Das Problem der genauen Bestimmung der augenblicklichen Stellung eines Ballons in Beziehung zu dem unter ihm liegenden Gelände ist von grundlegender Bedeutung sowohl für die meteorologischen Beobachtungen als für die topographischen Aufnahmen, die vom Ballon aus ausgeführt werden. Da die bisher zur Orientirung angewendete Methode (Höhenmessung mittels Aneroids, Fusspunktbestimmung durch Absehen am Schlepptau) sehr unzuverlässig ist, hat der Verf. seit längerer Zeit Versuche gemacht, die Ortsbestimmung auf photogrammetrischem Wege zu erreichen, und zwar durch Verwendung von Lotleinen, die er in grösserer Zahl am Aequator des Ballons aufhängte. Enthält das mit photogrammetrischer Camera aufgenommene Bild des unten liegenden Geländes die Bilder zweier Lotleinen, so ist durch deren Fluchtpunkt die verticale Richtung und damit die Orientirung der Camera bestimmt. Der Ort des Ballons ergiebt sich dann durch photogrammetrische Reconstruction des Geländes (theoretisch genügen zwei Geländepunkte) und Zurückführung der erhaltenen Längenmasse auf den Massstab der Generalstabskarte. Verf. berichtet über eine im Mai 1898 ausgeführte wissenschaftliche Ballonfahrt, bei welcher die 131 km lange Ballonbahn in ihrem ganzen Verlauf nach der angegebenen Methode mit sehr befriedigendem Erfolg aufgenommen wurde.
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