Die imaginären Wurzeln der Gleichungen höheren Grades. (Q1516627)
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scientific article; zbMATH DE number 2672781
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | Die imaginären Wurzeln der Gleichungen höheren Grades. |
scientific article; zbMATH DE number 2672781 |
Statements
Die imaginären Wurzeln der Gleichungen höheren Grades. (English)
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1898
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Zuerst wird die Gleichung \(x^n\pm px\pm q = 0\) der Discussion dadurch zugänglich gemacht, dass \(x = r(\cos\varphi + i\sin\varphi)\) gesetzt und die Bestandteile der linken Seite nach der bekannten Methode der Darstellung complexer Grössen graphisch veranschaulicht werden. Hierdurch wird der Satz gewonnen: I. Die Gleichung \(x^n\pm px\pm q = 0\) hat nur imaginäre Wurzeln, wenn \([q/(n-1)]^{n-1} - [p/n]^n > 0\) ist, wenn \(n\) gerade, und nur eine reelle Wurzel, wenn \(n\) ungerade ist. --- Sodann unterscheidet der Verf.: ,,Zufällig imaginär'' sind zwei Wurzeln einer Gleichung, wenn man durch Aenderung des bekannten Gliedes diese Wurzeln einander nähern kann, bis sie gleich und also reell werden; ,,absolut imaginär'' sind sie, wenn eine solche Aenderung unmöglich ist. Die zufällig imaginären Wurzeln haben ihren Ursprung in, oder emaniren aus einem Maximum- oder Minimumpunkte; die absolut imaginären aus einem Wendepunkte. Hiernach wird die allgemeine Gleichung \(n^{\text{ten}}\) Grades \(R\pm px\pm q = 0\) behandelt, wo \(R\) die Summe der Glieder von der \(n^{\text{ten}}\) bis zur zweiten Potenz in \(x\) bezeichnet. Folgende Sätze ergeben sich: II. Lässt man bei constantem Modul \(r\) das Argument \(\varphi\) einer Wurzel von Null an bis \(180^\circ\) zunehmen, so giebt es \(n\) Werte von \(\varphi\), bei denen \(p=0\), und \(n-1\) Werte, bei denen \(q=0\), derart dass jede Linie \(q=0\) zwischen zwei Linien \(p=0\) liegt, und umgekehrt, während in den \(p\)- resp. \(q\)-Flächen \(p\) resp. \(q\) abwechselnd positiv und negativ wird. III. Eine Linie \(p=0\) kann nie mit einer Linie \(q=0\) zusammenfallen. IV. In zwei der entstandenen Sectoren liegt die \(x\)-Axe. Wurzeln, welche in diesen Sectoren liegen, können durch Aenderung von \(q\) reell werden; also sind sie zufällig imaginär. Wurzeln in den anderen Sectoren sind absolut imaginär. --- Wenn eine Gleichung nur imaginäre und ungleiche Wurzeln hat, so liegt im allgemeinen in jedem der Gleichung zugehörigen Sector eine Wurzel. Betrachtungen über die Anzahlen der reellen und imaginären Wurzeln je nach der Beschaffenheit von \(p\), \(q\), \(n\) beschliessen den Artikel.
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