Einige Gleichungen der Dynamik, welche mit Hülfe der Methode der complexen Grössen integrirt werden können. (Q1521968)

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scientific article; zbMATH DE number 2676097
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    Einige Gleichungen der Dynamik, welche mit Hülfe der Methode der complexen Grössen integrirt werden können.
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      Einige Gleichungen der Dynamik, welche mit Hülfe der Methode der complexen Grössen integrirt werden können. (English)
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      1896
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      Die beiden ersten Aufsätze (JFM 27.0271.03, JFM 27.0271.04) sind Uebersetzungen der in Darboux Bull. 11 (F. d. M. 8, 205, 1876, JFM 08.0205.01) und in Liège Mémoires (2) 7 (F. d. M. 10, 257, 1878, JFM 10.0257.01) zuerst veröffentlichten Abhandlungen von Imschenetsky, in denen der Verf. eine Function \(z\) der \(2n\) Veränderlichen \(x_i, y_i\) betrachtet: (1) \(z = f(x_1,y_1, x_2,y_2, \dots,, x_n,y_n).\) Werden hier (2) \(x_i = q_i+q_i' \sqrt{-1}\), \(y_i = p_i' +p_i \sqrt{-1}\) \((i=1,2,\dots,n)\) gesetzt, so nimmt \(z\) die Gestalt an: (3) \(z = H+G \sqrt{-1},\) und \(H\), \(G\) genügen identisch der Gleichung: \[ (4)\qquad (H,G) = \sum_{i=1}^{i=n} \left( \frac {\partial H}{\partial q_i} \cdot \frac {\partial G}{\partial p_i} - \frac {\partial H}{\partial p_i} \cdot \frac {\partial G}{\partial q_i} + \frac {\partial H}{\partial q_i'} \cdot \frac {\partial G}{\partial p_i'} - \frac {\partial H}{\partial p_i'} \cdot \frac {\partial G}{\partial q_i'} \right) = 0, \] also sind für das kanonische System (wo \(F = F(H,G)\); \(i=1,2,\dots,n):\) \[ (5)\qquad \frac {dp_i}{dt} = \frac {\partial F}{\partial q_i}, \quad \frac {dq_i}{dt} = -\frac {\partial F}{\partial p_i}, \quad \frac {dp_i'}{dt} = \frac {\partial F}{\partial q_i'}, \quad \frac {dq_i'}{dt} = -\frac {\partial F}{\partial p_i}, \] zwei Integrale \(H=\)const., \(G=\)const. bereits bekannt, und nur noch ein Integral ist nötig, um den Satz von Poisson unmittelbar anzuwenden. Ist \(n=1\) (wie in No. 1), so hat man schon die Hälfte der Integrale; die zweite Hälfte wird durch Quadraturen vermittelst des Satzes von Liouville (J. de Math. 20, 1855) oder des letzten Multiplicators von Jacobi gefunden. Diese Resultate werden von Nekrassow wesentlich verallgemeinert. Zunächst bemerkt er (Anmerkung zu No. 2 (JFM 27.0271.05)), dass man anstatt (2) setzten kann \(x_i = q_i +q_i' \sqrt a,\) \(y_i = p_i' +p_i \sqrt a\) \((i=1,2,\dots,n)\) und also \(z = H+G \sqrt a\) (\(H,G\) gerade Functionen in Bezug auf \(\sqrt a\)). \(H\), \(G\) genügen denselben Gleichungen wie oben und besitzen deshalb dieselben Eigenschaften. In No. 4 (JFM 27.0271.06) wird dasselbe gezeigt, wenn (für \(i=1,2,\dots,n\)) \(x_i = \beta_i q_i +\beta_i' q_i' \sqrt a,\) \(y_i = \alpha_i' p_i' +\alpha_i p_i \sqrt a,\) unter den Bedingungen \(\alpha_i \beta_i = \alpha_i' \beta_i';\) oder \(x_i = \gamma_i p_i' +\delta_i' q_i' \sqrt a,\) \(y_i = \delta_i q_i +\gamma_i' p_i' \sqrt a,\) falls \(\gamma_i \delta_i = -a\gamma_i' \delta_i'.\) Einen weiteren Schritt macht der Verf. in No. 4. Er beschränkt sich hier auf den Fall \(n=1\) (wie Imschenetsky in No. 1 (JFM 27.0271.03), also \(z = f(a,x,y) = H+G\sqrt a\) (\(H,G=\) Functionen von \(p,p', q, q'\)) und \(x = \varphi(p, p', q, q') + \varphi' (p,p',q,q') \sqrt a.\) Er stellt die Bedingungen auf, damit die Gleichung (4) wieder bestehe. Diese Bedingungen erscheinen in etwas complicirter Form, und werden in No. 5 (JFM 27.0271.07) wesentlich vereinfacht, wo sie lauten: \((\varphi,\varphi') = 0\), \((\psi,\psi') = 0\), \((\varphi,\psi') + (\psi,\varphi') = 0\), \((\varphi,\psi) - a(\varphi', \psi') = 0.\) Der Verf. bemerkt, dass auch Mlodzieiovski zu denselben Resultaten auf anderem Wege gekommen ist. Abhandlung No. 4 enthält noch weitere Verallgemeinerungen: anstatt \(\sqrt a\) führt Nekrassow eine Wurzel \(w\) der algebraischen irreductiblen Gleichungen (a) \(F(w,a) = 0\) (\(a\) ein Parameter) ein und betrachtet analog (1) die Function \(z = f(\omega,x_1,x_2,\dots,x_k),\) welche die Gestalt annimmt \(H_1 +H_2w +\cdots+H_\nu w^{\nu-1},\) wenn wir setzen \(x_i = \sum_{k=0}^{k=\nu-1} \varphi_{k,i} w^i\) \((i=1,2,\dots,k)\) (\(H_i\), \(\varphi_{k,i}\) ändern sich nicht, wenn \(w\) durch andere Wurzeln von \((\alpha)\) ersetzt wird). Damit die Gleichungen \((H_i,H_j) = 0\) existiren, müssen \(\varphi_{k,i}\) gewissen Bedingungen unterworfen sein. Ist dem so, dann hat das dem (5) entsprechende kanonische System \(\nu\) bekannte Integrale \(H_i=\) const., und damit ist das Integrationsproblem für dasselbe wesentlich vereinfacht. Die Untersuchung der oben genannten Bedingungen für \(\varphi_{k,i},\) welche Functionen von \(p_1,\dots,p_m\), \(q_1,\dots, q_m\) sind, ist (No. 5) nur für den Fall \(\nu=3\) durchgeführt. Im Anschluss an diese Untersuchungen bemerkt Mestschersky (siehe JFM 27.0271.08), dass die ``analytischen Kräfte'' von Lecornu (J. de l'Éc. Polyt. Cah. 55, 1885) zu den Gleichungen führen, welche nur einen speciellen Fall des Systems von W. G. Imschenetsky (No. 1, 2) bilden. In No. 7 giebt Nekrassow weitere mechanische Anwendungen der betrachteten Methode.
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