Criteria for minima of simple integrals with variable limits. (Q1522012)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2676146
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Criteria for minima of simple integrals with variable limits.
    scientific article; zbMATH DE number 2676146

      Statements

      Criteria for minima of simple integrals with variable limits. (English)
      0 references
      0 references
      1896
      0 references
      Wie der Verf. schon in einer früheren Arbeit (vergl. F. d. M. 16, 326, 1884, JFM 16.0326.04) hervorgehoben hatte, stehen sich in Betreff des Weges, auf welchem man die Kriterien einfacher Integrale bei variabeln Grenzwerten finden kann, zwei Ansichten gegenüber. Die eine will, dass man zuerst die Grenzwerte als fest gegeben, aber unbestimmt ansieht und unter dieser Annahme den Minimalwert des Integrals als Function der Grenzwerte bestimmt; dann sind weiter diese Grenzwerte so zu berechnen, dass die Function selbst wieder ein Minimum wird. Es werden also bei diesem Verfahren die bekannten Kriterien des Minimums einfacher Integrale mit festen Grenzwerten mit den gleichfalls bekannten Kriterien des gewöhnlichen Minimums combinirt. Die andere Ansicht hält diesen Weg für unbefriedigend und verlangt, dass das ganze Problem ungeteilt in Angriff genommen werde. In der oben angegebenen Arbeit hatte der Verf. die Gründe auseinandergesetzt, welche die Zerlegungsmethode als selbstverständlich und daher keines besonderen Beweises bedürftig erscheinen lassen. Um nun jeden Zweifel an der Zulässigkeit der Zerlegungsmethode zu beseitigen, ermittelt der Verf. in der vorliegenden Arbeit die gesuchten Kriterien nach beiden Methoden; es zeigt sich, dass beide Methoden zu ein und demselben Resultate führen, die erstere aber dasselbe auf einfacherem und klarerem Wege erlangt. In dem ersten Paragraphen werden die Kriterien mittels der Zerlegungsmethode nach Jacobi, ohne aber die Hamilton'sche partielle Differentialgleichung des Problems zu benutzen, aufgestellt. Um dann die Aufgabe auf eine solche eines gewöhnlichen Minimums zurückzuführen, ist es nicht notwendig, die Quadratur wirklich auszuführen, durch welche der Wert, den das vorgelegte Integral für die vollständige Lösungen der Differentialgleichungen des Problems annimmt, bestimmt wird; denn es kommt im Grunde nicht auf den Integralwert selbst, sondern nur auf seine Variationen an. Schliesslich ergeben sich drei Bedingungen, welche notwendig und hinreichend für das sichere Eintreten eines Minimums sind. In dem zweiten Paragraphen wird das Problem ungeteilt gelöst. Während sich auch auf diesem Wege die eine der vorigen Bedingungen leicht ergiebt, ist es schwieriger und umständlicher, nachzuweisen, dass dieselbe mit den beiden anderen Bedingungen zusammen auf diesem Wege sich ebenfalls als hinreichend erweist. Die Formeln werden hierbei sehr bedeutend complicirt durch die scheinbar nicht zu vermeidende Unbequemlichkeit, dass abwechselnd mit Variationen von Grenzwerten und Grenzwerten von Variationen operirt werden muss. Da zwischen den beiden letzten von den drei aufgestellten Bedingungen möglicherweise noch ein gewisser Zusammenhang bestehen könnte, so zeigt der Verf. im letzten Paragraphen an einem einfachen Beispiele, dass im allgemeinen keine der beiden letzten Bedingungen eine blosse Folge der anderen und der ersten Bedingung ist. Das Beispiel ist: Bei gegebenen \(x_0\) und \(y_0\) und unter der vorgeschriebenen Grenzbedingung \(y_1=\varphi(x_1)\) ist die Function \(y\) aus der Forderung \[ V=\int_{x_0}^{x_1} f(x,y,y') dx=\text{Min.} \] zu bestimmen. Die in dieser Arbeit benutzten Kriterien des Minimums bei festen Grenzwerten sind durch Betrachtungen gewonnen, welche auf Weierstrass'schen Ideen basiren. Dadurch ist die Benutzung der in der früheren Arbeit verwendeten Kriterien vermieden worden, deren Ableitung auf der von Scheeffer als unhaltbar erkannten Annahme beruhte, dass auch bei den Integralen das Minimum gesichert sei, so oft die erste Variation verschwindet und die zweite definit positiv ist.
      0 references
      sufficient conditions
      0 references
      variable endpoints
      0 references

      Identifiers