Zur Lehre von den hyperelliptischen Integralen. (Q1522158)
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scientific article; zbMATH DE number 2676304
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Zur Lehre von den hyperelliptischen Integralen. |
scientific article; zbMATH DE number 2676304 |
Statements
Zur Lehre von den hyperelliptischen Integralen. (English)
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1896
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In einer Abhandlung von Wiltheiss (J. f. M. 99; F. d. M. 17, 480, 1885, JFM 17.0480.01) findet sich für die Integranden der hyperelliptischen Fundamentalintegrale erster und zweiter Gattung eine Form erwähnt, welche aus der Entwickelung der Function \(s/(z-\zeta)\) im Unendlichen entspringt. Die Untersuchung dieser ganzen Functionen \(\varphi\) und der mit ihrer Hülfe gebildeten Integrale \(\omega\) ist der Ausgangspunkt der vorliegenden Abhandlung. Nachdem in \(\S 1\) das hyperelliptische Gebilde definirt ist, werden in \(\S 2\) einige Eigenschaften der Functionen \(\varphi\) abgeleitet. Aus diesen ergiebt sich dann in \(\S 3,\) dass die Derivirten sämtlicher Hauptintegrale nach den Verzweigungspunkten sich in einfachster Weise durch die Derivirten \(\partial \omega/ \partial e_i\) eines einzigen Hauptintegrals \(\omega\) ausdrücken, woraus dann weiter partielle Differentialgleichungen für die Periodicitätsmoduln der Hauptintegrale fliessen. In \(\S 4\) werden die Integrale \(\partial \omega/\partial e_i\) durch die Hauptintegrale dargestellt, das Integral dritter Gattung eingeführt, das nur in den unendlich fernen Gebieten und einem Punkt im Endlichen unstetig wird, und aus diesem wird das algebraisch normirte Integral dritter Gattung mit Vertauschbarkeit von Argument und Parameter gewonnen. In \(\S 5\) leitet der Verf. die Weierstrass'schen Relationen für die Periodicitätsmoduln der Hauptintegrale ab und zeigt, dass die in ihnen auftretenden bilinearen Verbindungen als Periodicitätsmoduln von \(2p\) Integralen \(A_\mu\) und \(B_\mu\) aufgefasst werden können, die ein zweites System von Fundamentalintegralen bilden. Diese Integrale sind selbst wieder Periodicitätsmoduln des Integrals dritter Gattung. Mit Hülfe der Weierstrass'schen Relationen wird dann der Wert der Determinante \((2p)^{\text{ten}}\) Grades ermittelt, welche die Verallgemeinerung der Legendre'schen Relation für \(p=1\) darstellt. Am Schluss dieses Paragraphen werden die Bedingungen untersucht, unter welchen bei einer gegebenen Reihe von ganzen Functionen \(\psi_1(z), \psi_2(z), \dots\) der Ausdruck \(\frac {1}{\psi_k(e_i)} \frac {\partial}{\partial e_i} \left( \frac {\psi_k(z)}{s}\right)\) für jedes \(k\) denselben Wert hat. Es besteht nämlich der merkwürdige Umstand, dass die Integranden sämtlicher in dieser Arbeit auftretenden Integrale erster und zweiter Gattung (diejenigen der Hauptintegrale \(A_\mu\) und \(B_\mu\) und der Normalintegrale erster und zweiter Gattung) diese Eigenschaft besitzen. Im zweiten Teile wird zu den bekannten Riemann'schen Normalintegralen erster Gattung als notwendige Ergänzung ein System von Normalintegralen zweiter Gattung hinzugefügt und eine Reihe von \(2p+2\) Integralen \(T_i\) aufgestellt, die zu den Derivirten dieser Normalintegrale in eben derselben Beziehung stehen, wie die Integrale \(\partial\omega/ \partial e_i\) zu den Derivirten der Hauptintegrale. Es gelingt dabei, zu der eleganten, von Thomae gefundenen Relation zwischen den Derivirten der Periodicitätsmoduln \(a_{\mu\nu}\) der Normalintegrale erster Gattung und deren Integranden eine Reihe gleichartiger Relationen hinzuzufügen und als gemeinsame Quelle derselben ein System von partiellen Differentialgleichungen erster Ordnung nachzuweisen, zu deren Lösungen die Integrale \(T_i\) gehören. Ein sehr allgemeiner Satz, der für je zwei Lösungssysteme dieser partiellen Differentialgleichungen besteht, führt dazu, eine enge Beziehung zwischen den Integralen \(T_i\) und den Derivirten des transcendent normirten Integrals dritter Gattung aufzufinden, und eine Specialisirung dieser Beziehung liefert eine Function \(\varOmega\) von \(z,\) die genau die Function \(\varOmega^{\overline x\overline y}_{xy}\) entspricht, mit deren Hülfe Klein eine Primform bildet. Eine kurze Erörterung des Zusammenhangs dieser Function \(\Omega\) mit der hyperelliptischen Thetafunction bildet den Schluss der Arbeit.
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