Ueber Steiner's Kugelketten. (Q1522401)

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scientific article; zbMATH DE number 2676665
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    Ueber Steiner's Kugelketten.
    scientific article; zbMATH DE number 2676665

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      Ueber Steiner's Kugelketten. (English)
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      1895
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      Besteht zwischen den Radien \(R_1\), \(R_2\) und der Centrale \(A\) zweier Kreise die Relation \((R_2-R_1)^2-4R_1R_2\,\text{tg}^2\;\frac{u\pi}{n} = A^2\), so giebt es nach einem bekannten von Steiner aufgestellten und mehrfach bewiesenen Satz unendlich viele Ketten von \(n\) die beiden gegebenen auf gleiche Art berührenden Kreisen, von denen jeder den vorangehenden, der letzte den ersten berührt. Diese Reihe weist \(u\) Umläufe auf. Fasst man gegenüberliegende Kreise auf, welche die beiden gegebenen berühren, deren Paare von Berührungspunkten 0, 1 und 2, 3 auf einem Orthogonalkreise der gegebenen liegen, so schneiden die denselben in 0,2 und 1,3 orthogonal schneidenden Kreise sich unter dem Winkel \(2 u\pi/n\). Die gegenüber liegenden Kreise lassen deshalb ebenfalls eine geschlossene Reihe von \(N\) Kreisen und \(U\) Umläufen zu, und zwar ist im Einklang mit Steiner \(u/n + U/N = \frac{1}{2}\). Die beiden einer Dupin'schen Cyklide eingeschriebenen Kugelreihen lassen -- es ist dies nur eine andere Ausdrucksweise des Satzes -- ebenfalls nur gleichzeitig geschlossene Kugelreihen zu, welche der obigen Formel unterliegen. Zur Herleitung der Formeln benutzt der Verf. den Umstand, dass zwei sich nicht schneidende Kreise stets durch Inversion in zwei concentrische Kreise überführt werden können; eine Ueberlegung, die schon August auf verwandte Fragen angewandt hatte. Doch zeichnet sich die Entwickelung des Verfassers durch besondere Einfachheit aus. Eine Folge sich berührender Kugeln, die auf gleichartige Weise zwei erste Kugeln und eine dritte beide berührende Kugeln berühren, schliesst sich mit \(n\) Kugeln und \(u\) Umläufen, wenn \[ 4 \sin^2\frac{u\pi}{n} = \frac{(R_1 + R_2)^2 -A^2}{4R_1R_2} \] ist, also unabhängig von der Lage der dritten Kugel. Umschreibt man also der ersten Kugel die Kugelreihe, jeder Kugel derselben wieder eine Kugelreihe, so hat bereits Steiner die Frage aufgestellt, ob man, auf diese Weise fortfahrend, zu geschlossenen Kugelsystemen gelangen kann. Transformirt man die beiden gegebenen in zwei concentrische Kugeln, so werden die Mittelpunkte der eingeschriebenen Kugeln Ecken eines regelmässigen, gewöhnlichen oder Sternpolyeders. Der Verf. giebt auf diese Weise Lösungen der verschiedenen möglichen Fälle.
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