Sur la théorie de la pyro-électricité et de la piézo-électricité. (Q1528030)

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scientific article; zbMATH DE number 2683989
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    Sur la théorie de la pyro-électricité et de la piézo-électricité.
    scientific article; zbMATH DE number 2683989

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      Sur la théorie de la pyro-électricité et de la piézo-électricité. (English)
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      1893
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      Aus der skizzirten Theorie ist in mathematischer Hinsicht Folgendes bemerkenswert. Ein Molecül eines Krystalles stelle man sich als einen festen Körper von beliebiger Gestalt vor, umgeben von einer Oberfläche, deren einzelne Teile aus verschiedenen Metallen bestehen, die so an einander gelötet sind, dass ein metallischer Leiter entsteht. Eine grosse Anzahl dieser Molecüle bilde einen homogenen Bravais'schen Körper; gegenseitig sollen sich die Molecüle also nicht berühren, sondern es mögen isolirende Strebepfeiler, etwa von Kautschuk, von einem Molecül zu den benachbarten reichen. Eine solche Vereinigung von Molecülen führt auf folgendes mathematische Problem: ``Für einen so construirten Körper, wenn Kupfer sich z. B. unter den Metallen befindet, 1) das Potential im Kupfer eines beliebigen Molecüls zu finden, wenn die gesamte elektrische Ladung jedes der Molecüle gleich Null ist; 2) die elektrische Ladung jedes Molecüls zu finden, wenn alle Molecüle durch unendlich dünne metallische Fäden mit einander verbunden sind.'' Sei \(S\) die Oberfläche eines der Molecüle, sei \(f(P)\) eine gegebene Function, die von der Lage des Punktes \(P\) auf der Oberfläche \(S\) abhängt, und welche die Differenz des Potentials an einer \(P\) unendlich benachbarten Stelle in der Luft und des Luftpotentials darstellt, dieses gemessen unendlich nahe dem Kupfer des Molecüls. \(V_n\) sei das Potential auf dem Kupfer des \(n^{\text{ten}}\) Molecüls. \(D(P_i,P_n)\) sei der Abstand der Punkte \(P_i\) auf dem \(i^{\text{ten}}\) und \(P_n\) auf dem \(n^{\text{ten}}\) Molecül. \(\iint dS_i\) stelle eine Integration dar, ausgedehnt über die Oberfläche des \(i^{\text{ten}}\) Molecüls. \(\varrho_i\) sei die elektrische Dichte in \(P_i\), also eine Function, abhängig von der Lage des Punktes \(P_i\) auf der Oberfläche des \(i^{\text{ten}}\) Molecüls. \(\Sigma_i\) bedeute eine Summation über alle Molecüle, einschliesslich \(i=n\). \(Q_n\) sei die gesamte elektrische Ladung des \(n^{\text{ten}}\) Molecüls. Das elektrische Gleichgewicht wird alsdann durch die Gleichung definirt: \[ \Sigma_i \iint \frac{\varrho_i dS_i}{D(P_i,P_n)} = f(P_n) + V_n;\tag{a} \] ferner ist \[ \iint \varrho_ndS_n = Q_n. \] Es soll für jeden Wert von \(n\) 1) \(V_n\) gefunden werden, wenn \(Q_n=0\) ist; 2) \(Q_n\) gefunden werden, wenn \(V_n=0\) ist. Das so gestellte Problem ist von so complicirtem Charakter, dass es vorläufig für unlösbar gelten muss, es sei denn, dass die Oberfläche \(S\) sphärisch ist. In dem letzteren Falle kann es für eine endliche Anzahl von Molecülen gelöst werden; doch erfordert es bei 125 kugelförmigen Molecülen, die in fünf Gruppen von je 25 angeordnet sind, schon die Arbeit eines ganzen Lebens eines geschickten Mathematikers, wenn die Lösung für jedes Molecül bis anf \(\frac1{100}\) genau gegeben werden soll. Die weitere Entwickelung der Theorie kommt mehrfach auf die Arbeiten der beiden Herren Curie, auf die Theorie des Hrn. W. Voigt und auf dessen in Gemeinschaft mit Hrn. Riecke (der irrtümlich stets Friecke genannt wird) angestellte Experimentaluntersuchungen zurück.
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