Ueber die Lösung des Magnetisirungsproblems durch Reihen. (Q1528032)

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scientific article; zbMATH DE number 2683992
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    Ueber die Lösung des Magnetisirungsproblems durch Reihen.
    scientific article; zbMATH DE number 2683992

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      Ueber die Lösung des Magnetisirungsproblems durch Reihen. (English)
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      1893
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      Ist \(V\) das inducirende, \(Q\) das inducirte und \(\varphi=V+Q\) das Gesamtpotential, \(k\) die Magnetisirungszahl, so sind die Componenten des magnetischen Momentes: \[ A = -k\frac{\partial\varphi}{\partial x},\quad B = -k\frac{\partial\varphi}{\partial y},\quad C = -k\frac{\partial\varphi}{\partial z}; \] ferner die Oberflächendichte: \[ h = k\frac{\partial\varphi}{\partial n_i} = k\frac{d(V+Q)}{dn_i}, \] endlich \[ Q = k\int \frac{ds}r \frac{d(V+Q)}{dn_i}, \] wo sich die Integration auf die Oberfläche \(s\) des inducirten Körpers bezieht. Die Lösung des Magnetisirungsproblems läuft also in erster Linie darauf hinaus, aus der letzten transcendenten Gleichung das Oberflächenpotential \(Q\), das ausserdem gewisse wohlbekannte Eigenschaften haben muss, zu bestimmen. Beer, C. Neumann und Riecke haben für \(Q\) Reihenentwickelungen gegeben, die nach \(V\) und nach aus \(V\) gebildeten Functionen fortschreiten. Die beiden ersteren benutzten hierbei die Green'sche Gleichung: \[ 4\pi V_i = \int V\frac{d\frac1r}{dn_i}ds - \int \frac{ds}r \frac{dV}{dn_i}, \] während Hr. Riecke von der Betrachtung der Kraftröhren ausgeht. Hr. Wassmuth leitet die drei Reihenentwickelungen auf einem allen gemeinschaftlichen Wege ab und findet noch eine vierte Art zu entwickeln, nämlich \[ \varphi = Q + V = V + 4\pi k(V'-V) + (4\pi k)^2(V''-2V'+V) +\cdots, \] wo \[ \begin{aligned} \int V\frac{d\frac1r}{dn_i}ds &= 4\pi V',\\ \int V'\frac{d\frac1r}{dn_i}ds &= 4\pi V'',\\ .\quad.\quad.\quad.\quad&.\quad.\quad.\quad.\end{aligned} \] ist. Jedoch lassen sich diese vier Arten, wie die Untersuchung lehrt, in zwei Typen scheiden, und zwar so, dass die Beer'sche und die neue Art dem ersten, die beiden anderen dem zweiten Typus angehören. Der Verf. bringt ausserdem eine neue Lösung des Magnetisirungsproblems durch Reihen, indem als Ausgangspunkt der Untersuchung die Thomson'sche Grenzgleichung: \[ (1+4\pi k)\frac{dQ}{dn_i} + \frac{dQ}{dn_a} = -4\pi k\frac{dV}{dn_i} \] genommen wird. Dazu werden sowohl \(V\) als \(Q\) als convergente Reihen von Gliedern, denen gewisse, physikalisch deutbare Bedingungen vorgeschrieben werden, gedacht, also \[ V = \sum_1^\infty{}_zU_z\text{ und }Q = \sum_1^\infty{}_zQ_z, \] und zwar in der Art, dass die bis jetzt noch unbekannten \(U_z\) und \(Q_z\) Flächenpotentiale darstellen, die als solche gewisse Bedingungsgleichungen erfüllen. Diese liefern in Verbindung mit der Thomson'schen Gleichung alle Entwickelungen für \(Q\) und bestimmen auch \(U_z\). Als Anwendung fort die Berechnung des ``magnetischen Widerstandes'' eines geschlitzten Ringes, d. h. eines Ringes, der an einer Stelle eine schmale Luftspalte hat, sonst aber ganz mit Draht umwickelt ist. Ist \(r\) der Radius des Ringes für die ganze mittlere Länge \(l\) desselben, also \(l=2\pi r\), \(\lambda\) die Breite der Luftspalte, \(A=\pi R^2\) der Querschnitt der letzteren, endlich \(K=1+4\pi k\), so tritt zu dem Widerstand des Eisens \(w_1=\frac l{K.A}\) noch ein weiterer Widerstand hinzu: \[ w_2 = \frac{2\pi k}{K^2}\cdot \frac lR\cdot \frac{\lambda}A. \]
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